Time to escape?! – Fluchtweg Hamburg

Ihr Lieben,

die Blogreihe zu unserem Blogevent Klön und Kieken ist noch nicht vorbei, denn noch gibt es einiges zu erzählen. Wie ich euch ja bereits im Event Post erzählt hatte, begann unser Event nach dem Einchecken im Pyjama Park mit einem Besuch bei Fluchtweg Hamburg, einem Live Escape Game Veranstalter.

IMG_0139Ich war vorher noch nie in einem Live Escape Room, aber wie jede gute Serienguckerin hatte ich Sheldon und Co. in The Big Bang Theory in Windeseile einmal einen solchen Rätselraum lösen sehen und hatte auch schon von einigen Freunden und Kollegen davon gehört. Dementsprechend neugierig war ich, als wir bei Fluchtweg Hamburg ankamen, denn ich bin ein riesen Rätselfan, sei es in Zeitschriften, im Radio oder aber auch im Fernsehen, ich will und muss immer alles lösen.

Fluchtweg Hamburg

Fluchtweg-Hamburg-Team-2017Der kleine aber feine „Laden“ befindet sich in unmittelbarer Nähe der Reeperbahn und des St. Pauli Stadiums. Flink geht man 2 Stufen hinunter und schon wird man von Nadezda, der Gründerin, und ihren unglaublich netten und witzigen Kollegen empfangen. Da wir bis auf Anna alle Neulinge in der Escape Welt waren, haben wir noch eine schnelle und informative Einführung bekommen, die folgenden Aspekte beinhaltete:

  1. Ja, man wird wirklich in einen Raum eingeschlossen und hat 60 Minuten Zeit sich zu befreien. Ein Schlüssel ist aber jederzeit in einem kleinen Kästchen an der Tür.
  2. Wenn man nicht weiterkommt, gibt es vom Spielleiter Hilfe. Diese muss man sich aber erst „verdienen“ 🙂 .
  3. Der Raum ist mit Kameras versehen, die dem Spielleiter dabei helfen, die Spielenden zu unterstützen (ggf. auch interessant für Verhaltensstudien 🙂 )
  4. Man darf alles anfassen, umdrehen und begutachten, aber bitte nichts mit Gewalt öffnen und gekennzeichnete Elektrik bitte nicht näher begutachten.

Hotel Old Vegas

Hotel-Old-Vegas-HerzNach der Einführung ging es dann für uns über den großen Teich und mitten in die Welt der verrauchten Hinterzimmer, geheimen Pokertische und dubiosen Geschäfte. Viel kann ich euch ja leider nicht verraten, da ihr ja hoffentlich auch einmal in den Genuss der Escaspe Rooms kommt, aber soviel sei gesagt: Mit der einführenden Information im Fernsehen und dem im Schloss umgedrehten Schlüssel begann für uns ein haarsträubender Wettkampf mit der Zeit. Wir hatten nicht gut gerechnet und uns hohe Pokerschulden aufgehalst, die es zu begleichen galt, sonst würde das Gebäude einstürzen. In Windeseile hatten wir 6 Mädels die „reale Welt“ verlassen und waren in ein kleines Zimmer mit Bett und Fernseher eingetaucht, voller geheimer und verborgener Clues. Spannend war zu sehen, dass jeder von uns anders an die Sache ranging, wir uns aber nie in den Weg kamen: die eine drehte und wendete,  während die nächste rätselte und rechnete und wir am Ende erfolgreich und kurz vor Ablauf unserer Zeit die Aufgabe gemeinsam gelöst und uns vor dHotel-Old-Vegas-Escape-Roomem sicheren Tod bewahrt hatten. Wer jetzt aber denkt: Glückwunsch!, der hat sich zu früh gefreut. Kaum waren wir einer irdischen Katastrophe entkommen, hatten unsere Schulden beglichen und das Hotel verlassen,
da drohte schon ein Komet unsere Erde zu zerstörend, so dass wir uns in der Voyager 2076 auf interstellare Mission begaben.

Voyager 2076

fullsizeoutput_1c9cWie auch schon das Hotel Old Vegas ist Voyager 2076 so liebevoll und detailliert gestaltet, dass wir schnell im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen verloren hatten und uns inmitten von Kabeln, Cockpit und Planeten auf Rettungsmission im All befanden. Auch hier arbeitete unser Team wieder effizient, wenn wir auch die ein oder andere Hilfe brauchten. Fix wurde wieder gerätselt, gebastelt, gesteckt und geschaut und auch hier trennten uns nur Minuten von einer unwiderruflichen Katastrophe. Umso glücklicher waren wir, als wir den Schlüssel fanden und aus unserem Raumschiff wieder auf irdischem Boden waren.

Voyager-2076-Anzug-2Begrüßt wurden wir nach 2 spannenden Escape Games wieder von unseren lieben Gastgebern und bei leckeren Snacks und kühlen Getränken konnten wir noch einmal im Gespräch erfahren und spüren, wie unglaublich dieses Team hinter dem Escape Room Konzept und ihrem Laden steht. Svenja und ich konnten gar nicht genug vom Rätseln bekommen und waren daher umso glücklicher, als Nadezda uns sagte, dass ein dritter Raum in Planung ist, den wir definitiv bespielen werden.

Wer noch ein Geschenk sucht, oder gerne mal etwas außergewöhnliches am Wochenende (Kognition statt Party) machen möchte, der sollte unbedingt zu Fluchtweg Hamburg gehen. Auch wenn es die ursprünglich Idee ist, sich zu befreien, kann ich nur sagen: Wer hier einmal gespielt hat, will am liebsten gar nicht mehr „ausbrechen“, sondern einfach von Raum zu Raum wandern und weiter rätseln.

Danke an das tolle und engagierte Fluchtweg Hamburg Team.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Wart ihr schon einmal in einem Live Escape Room?

Hodie ferias habemus – auf den Spuren der Römer in Xanten

Ihr Lieben,

der ein oder andere von euch mag sich wundern, dass dieser Blogpost einen lateinischen Titel trägt: Hodie ferias habemus – heute haben wir Ferien. Dies aber aus gutem Grund, denn erstens habe ich Ferien 🙂 und zweitens war ich an meinem ersten freien Tag auf den Spuren der alten Römer unterwegs.

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Neben meinem geliebten Köln, DER Römerstadt überhaupt, gibt es aber auch hier bei uns am Niederrhein eine imposante Wirkstädte der Römer: Xanten. Vielen ist Xanten durch den großen Baggersee, die Xantener Nordsee, oder die Wasserskianlage bekannt, aber vor allem verbinde ich Xanten mit dem APX, dem Archäologischen Park Xanten.

Schon als Kinder waren wir häufiger im APX, mit den Eltern, aber auch mit der Grundschule, da wir unsere Klassenausflüge stets ins nahegelegene Forsthaus Hasenacker (was für ein wunderbarer Name) machten. Dieses mal zog uns das gute Wetter hinaus ins Grüne und nach 30 Minuten Fahrtzeit durch Dinslaken, Wesel und schließlich nach Xanten, konnte die Zeitreise begonnen.

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Man zahlt pro Erwachsenem 9 Euro für den APX, was wirklich ein super Preis ist, denn seit kurzem gibt es nicht nur den Park, sondern auch das riesige und wahnsinnig beeindruckede LVR Römer Museum, welches im Eintritt beinhaltet ist. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind sogar frei, so dass eine Familie mit zwei Kindern insgesamt nur 18 Euro zahlt.

Geschichte

Xanten selber gehörte zur Colonia Ulpia Traiana, zur Kolonie des römischen Kaisers Marcus Ulpius Traianus und war die drittgrößte Kolonie nach Köln und Trier. Ca. 100 nach Christus erhielt die Colonia ein eigenes Amphitheater, einen Hafentempel und ein Forum. Leider stehen die Originalbauten heute nicht mehr, aber auf den Ruinen der ehemaligen Römerbauten wurden maßstabsgetreue Nachbauten errichtet, die einem eine Zeitreise ermöglichen und nicht weniger beeindruckend sind.

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Für Kinder

Der Park ist sehr weitläufig und es gibt immer wieder steinerne Bänke, aber auch hölzerne Rastplätze, auf denen man sich niederlassen und verweilen kann. Auch für Kinder bietet der Park so einiges, denn es gibt einen großen Holzspielplatz, der wie ein römisches Fort aussieht und einen kleineren Wasserspielplatz. Außerdem gibt es ein Hüpfberg und ein Römisches Spielehaus. Im Römermuseum können Kinder für eine Schutzgebühr von 5o Cent einen „Reisepass“ erwerben und eine kleine Zeitreise durch die Geschichte unternehmen, bei der sie sich entscheiden müssen, ob sie in der Römerzeit, bei den Germanen oder im Hier und Jetzt leben wollen. An verschiedenen Stationen können die Kinder ihren Reisepass abstempeln und am Ende alle Stempel auswerten. Außerdem gibt es für Kinder die Möglichkeit, sich einmal eine richtige Uniform mit Hemd, Panzer, Schild und Schwert anzuziehen.

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Das Amphitheater

Ein besonderes Highlight des APX ist das rekonstruierte Amphitheater. Zu Beginn des 1. nachchristlichen Jahrhunderts wurden hier bei Brot und Spielen gut 10000 Leute (die gesamte Zahl der Einwohner der Colonnia) mit Gladiatorenwettkämpfen unterhalten. Auch heute kann man noch an Festspielen teilnehmen, die aber unblutig sind und wirklich der reinen Unterhaltung dienen. Alljährich finden hier nämlich die Xantener Sommerfestspiele statt, die mit Opern und modernen Konzerten verzaubern, aber auch die historischen Römerspiele, die stets tausende von Besuchern in den Bann der Römerzeit ziehen.

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Fazit

Der APX ist wirklich einen Besuch wert. Für Groß und Klein wird hier viel geboten. Neben den vielen informativen Pavillons gibt es auch vieles zum Staunen, Anfassen und Erleben. Der Preis ist mit 9 Euro wirklich unschlagbar und da man sein eigenes Essen mit in den Park nehmen darf, fallen hier auch keine zusätzlichen Kosten für ein teures Mittagessen an. Wer trotzdem einen Kaffee oder ein Eis genießen möchte, der kann dies zu angemessenen Preisen in der Taverne tun, oder am Römermuseum im kleinen Open-Air Kaffee. Gerade bei schönem Wetter kann man einen ganzen Tag im APX verbringen, die Seele baumeln lassen und sich die faszinierende Wirkstätte dieser jahrtausendealten Kultur anschauen. Ein kleiner Spaziergang in den historischen Stadtkern Xantens, mit dem belebten Marktplatz und dem Xantener Dom, bildet einen runden Abschluss für die kleine Zeitreise.

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In diesem Sinne:

Salve!

Was sind eure liebsten historischen Stätten? Wart ihr schon einmal im APX?