Lancôme Trésor – ein Klassiker in der Welt der Flaconi Düfte

Ende Oktober hatte Flaconi erneut zum Produkttest aufgerufen und ich durfte zum ersten Mal einen Duft testen. Zum Testen wurden sowohl Lancôme Trésor als auch La Vie est Belle bereitgestellt, je 50 Flacons pro Duft.

Ich hatte mich für den Trésor Duft entschieden und war freudig überrascht als Ende Oktober ein kleines weiß-rosa Päckchen mit der Aufschrift „Flaconi“ bei mir ankam.

Ich hatte eigentlich, da es sich um einen Produkttest handelt, mit einem 30 ml Flacon gerechnet und war sprachlos, als ich das Paket öffnete und die 100 ml Größe mich mit ihrem bernsteinfarbenen Glanz anstrahlte.

Flaconi beschreibt den Duft wie folgt:

„Ein absoluter Parfumklassiker ist das luxuriöse Lancôme Trésor.  Seit 1990 versprüht das Eau de Parfum weibliche Sinnlichkeit und verkörpert die Liebe in all ihren Facetten. Im Duft von Lancôme Trésor treffen Rosenblätter und Pfirsichblüten auf Maiglöckchen, Iris und Vanille. Abgerundet wird das warme Bouquet von Sandelholz und Moschus.“

Da ich ja Klassiker und zeitlose Düfte bevorzuge, war ich sehr gespannt auf den Duft. Zunächst möchte ich aber etwas zum Päckchen und dem Design des Flacons sagen. Flaconi hat sich beim Packen des Päckchens wirklich unglaublich viel Mühe gegeben. Wenn man das kleine Paket öffnet, sieht man zunächst rosanes Seidenpapier mit einem kleinen schwarzen Aufkleber. Vorsichtig habe ich den Aufkleber abgelöst, da das Papier wirklich zu schade zum Wegwerfen ist. Unter der raschelnden Papierdecke befindet sich schwarz gefaltete Pappe, die das eingepackte Parfum zart umschmeicheln. Alleine die Verpackung ist schon eine wahre Freude.

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Der Flacon

Der facettierte Flacon selber ist in einer klassischen und wirklich zeitlosen Schachtel, aus hellem Orange mit schwarzen Rändern. Der Flacon wirkt sehr edel und ist geradezu „massiv“. Geschliffen wie ein Diamant, spitz nach unten zulaufend, mit großen Rillen und einem durchsichtigen Deckel. Der Zerstäuber ist aus schwarzem Kunststoff und verbirgt sich unter einem feinen gläsernen Deckel, der ebenfalls im Brillantschliff gefertigt ist. Alles in allem wirkt das Parfum sehr hochwertig und wertet jedes Bad oder Schlafzimmer auf. Ich habe den Duft wegen seiner bestechenden Optik unter einer Glasglocke ins Schlafzimmer gestellt, wo er mich jeden Morgen mit seinem glänzenden Inhalt anstrahlt und mit Bedacht von mir aufgesprüht wird.

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Der Duft

Flaconi beschreibt den Duft wie folgt:

„Lancôme Trésor Parfum präsentiert sich als frischer, fruchtig-blumiger Duft mit pudrigem Akzent. In der Kopfnote verströmen Aprikose, Bergamotte und Pfirsich sofort nach dem Auftragen ihre saftig sinnlichen Aromen. In der Herznote sind blumige Noten wie Heliotrop, Iris, Rose und Veilchen vereint – die bulgarische Rose setzt dabei den betörend-sinnlichen Akzent. Die Basisnote verleiht mit Amber, Sandelholz und Vanille langanhaltend einen weich-pudrigen Charakter. „

Treffender kann auch ich den Duft nicht beschreiben. Die interessante Mischung aus blumigen Noten wie Rose und Veilchen werden vereint mit orientalischen Basisnoten wie Vanille und Sandelholz. Dieser zugleich schwere und doch blumig leichte Duft ist sicher nicht nach jedermanns Geschmack, aber mir gefällt das „Fremde“ kombiniert mit dem „Bekannten“ sehr gut und lässt mich vom fernen Orient mit seinen bezaubernden Gewürzen, zugleich aber vom heimischen Garten mit seinen blühenden Blumen träumen. Wie ein Schatz (franz. Trésor) verbirgt der Duft daher viele besondere Gerüche, offenbart stets Neues und bleibt immer ein wenig mysteriös und unergründlich.

Wenn man in der Kopfnote in der ersten Viertelstunde noch altbekannte Gerüche wie Rose und Aprikosenblüte wahrnimmt, sommerlich leicht und zart, so wandelt sich das Altbekannte ein klein wenig, wenn die süßliche Herznote mit Flieder, Iris und Maiglöckchen für mehr als eine Stunde ihren Duft offenbart. Zuletzt kommt die orientalische Basisnote mit ihrer „Schwere“ und Fremdartigkeit durch. Ein Hauch von Vanille verbindet sich mit dem eher herben Sandelholz und einem der wertvollsten Düfte:  Amber. Jener seit der Antike bekannte Duft, der für Sinnlichkeit und Exklusivität steht. Amber ist übrigens auch die frühere Bezeichnung für Bernstein und ein bisschen muss man auch an Bernstein denken wenn man die schimmernde Flüssigkeit sieht, die zwischen orange und braun changiert.

Laut Lancôme soll man den Duft von ca. 2cm Entfernung auf die Haut aufsprühen und dabei warme Körperstellen, wie das Handgelenk oder das Ohrläppchen, bevorzugen. Der Duft hält wirklich lange und auch am Ende eines langen Tages kann man die Basisnote noch deutlich riechen.

Mir persönlich gefällt die Mischung aus blumigen und orientalischen Duftnoten sehr gut, ich kenne aber viele jüngere Frauen in meinem Alter (20-30), die den Duft altbacken finden und dabei an ihre Großmutter erinnert werden. Auch ich musste bei dem Duft an meine Großmutter denken, was vermutlich an den Veilchen und vor allem am Amber liegt. Gerade Amber wird heute nur noch selten in Parfums verwendet, da es sehr hochpreisig ist und somit meist nur in den Klassikern (die wiederum die älteren Damen favorisieren) anzutreffen ist. Da ich mich aber gerne an meine Großmutter und ihren Duft erinnere und da ich im Herzen auch schon eine alte Dame (mit Bobschnitt und Chanel-Kostüm) bin, ist der Duft ganz nach meinem Geschmack 🙂

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Fazit

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich positiv von der Versandparfümerie Flaconi überrascht bin. Eigentlich bin ich ja ein rigoroser Verfechter kleiner Parfümerien mit persönlicher Ansprache und guter Beratung. Da ich aber immer öfter feststellen muss, dass ich leider auch in Fachgeschäften nicht nach meinen Wünschen beraten werde, spielt der Preis für mich doch letztendlich immer mehr die ausschlaggebende Rolle.

Flaconi selber hat mich mit der Verpackung, die wirklich liebevoll und exklusiv ist, sehr überzeugt. Auch die schnelle Lieferzeit, die große Produktauswahl und das Preis-Leistungs-Verhältnis konnten mich durchweg überzeugen. Für den 100 ml Flacons Trésor zahlt man hier nur 91,90 Euro und erhält gratis eine Bodylotion (50 ml) dazu. Ich war noch in einigen anderen großen Parfümerien und habe Preise zwischen 100-110 Euro gefunden. Trésor ist ein Eau de Parfume und gehört somit zu der zweit niedrigsten Verdünnungsklasse (EdP 10-14%). Für diese Qualität ist der Preis meiner Meinung nach angemessen, zumal auch die Beigabe von Amber ihr übriges tut.

Der Flacon und die Verpackung des Parfums sind hochwertig und wirklich klassisch. Der Duft hält lange an und muss nur in sehr geringen Mengen aufgetragen werden. Die einzelnen Duftnoten kann man deutlich herausriechen.

Die Beschreibung des Duftes als blumig-orientalisch trifft wunderbar zu. Auch finde ich, dass der Duft sehr weiblich und elegant ist, was auch durch die Werbegesichter (Isabella Rosselini, Juliette Binoche, Ines Sastre, Kate Winslet) unterstützt wird, denn diese verkörpern in meinen Augen eine klassische und sinnliche Frau (fernab jeglichen Mainstreams und Magerwahns).

Der Duft ist sicher nicht etwas für jede Frau, vor allem für die jüngeren nicht und man sollte die Beschenkte und ihre Duftvorlieben sehr gut kennen, bevor man diesen Duft verschenkt. Mir persönlich gefällt der Duft sehr und ich freue mich, ihn noch lange nutzen zu können.

Zusammenfassung
Kopfnote [Rosenblätter, Aprikosenblüten, Pfirsichblüten] Herznote [Maiglöckchen, Vanille, Heliotrop, Iris] Basisnote [Sandelholz, Moschus]

Duftnote: blumig-orientalisch         Duftintensität: frisch-intensiv

Preise bei Flaconi

30 ml 36,55

50 ml (inklusive Bodylotion 50ml) 64,90

100 ml  (inklusive Bodylotion 50ml)  91,90

Was ist euer absoluter Lieblingsduft? Blumig, sportlich, fruchtig oder klassisch?

St. Petersburg: Stadt der Zaren

добро́ пожа́ловать! (Herzlich Willkommen)

Am Donnerstag sind wir im Hafen von St. Petersburg angekommen und ich war schon richtig gespannt auf diese Stadt!
St. Petersburg liegt im Nordwesten Russlands, an der Newa, und ist die zweitgrößte Stadt nach Moskau. Zar Peter der Große gründete die Stadt 1703 und so trug sie auch seinen Namen, bis sie zwischen 1914 und 1924 in Petrograd und danach (1924-1991) in Leningrad umgetauft wurde. Erst nach dem Ende der Sowjetunion war es den Bürgern erlaubt den Namen der Stadt neu zu wählen. Die Bürger entschieden sich für den historischen Namen: St. Petersburg.

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Die historische Innenstadt von St. Petersburg mit über 2000 Palästen, Palais, Kirchen und Schlössern, steht auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe.

Unser sehr netter und unglaublich bewandelter Reiseführer Alexej fuhr mit uns vom Hafen durch die Stadt und zur ersten Sehenswürdigkeit: der Isaakskathedrale. Die Isaakskathedrale ist die größte Kirche in Sankt Petersburg und eine der größten Kuppelbauten weltweit. Vor der Kathedrale befindet sich der Isaaksplatz mit einem kleinen Park und einem Reiterdenkmal von Zar Nikolaj I. Rechts vom Park ist das 1913 erbaute Luxushotel Astoria, ein wahrer Prunkbau, aber leider zu teuer für unseren Geldbeutel 🙂

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Nach dem Besuch der Isaakskathedrale ging es weiter zur Newa-Mündung auf die Wassiljewski-Insel , von der wir einen ersten Blick auf die Eremitage werfen durften. Auf der Insel selber befindet sich die alte Börse, sowie eine Vielzahl an Kirchen, die Kunstakademie und die Kunstkammer.

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Eine weitere Sehenswürdigkeit an der Newa ist die alte Effektenbörse. Vor der Börse ist ein kleiner Park, der wie ihr seht im sozialistischen Rot bepflanzt ist. Die Börse steht unter Denkmalschutz und momentan wird verhandelt, ob sie ein Museum bleibt, oder ob wirklich wieder eine Börse hier Einzug hält.

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Nach dem Besuch auf der Insel ging es für uns weiter zu unserem letzten Halt, bevor es Mittagessen gab: die Blutkirche.

Die Blutkirche, oder auch Auferstehungskirche, trägt ihren Namen nach dem Attentat, dem an dieser Stelle Alexander II. zum Opfer fiel. Zar Alexander II.begann seine Regentschaft unter denkbar schlechten Umständen, während des Krimkrieges. Durch weitgehende Reformen zog er den Zorn der Bürgerschaft auf sich. Nach mehreren erfolglosen Attentaten fiel Alexander II. schließlich im März 1881 einem Bombenattentat durch die Untergrundorganisation Narodnaja Wolja zum Opfer und starb noch vor Ort. An diesem Ort wurde ab 1883 auf Geheiß seines Sohnes Alexander III. die Auferstehungskirche erbaut.

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Bevor es für uns in die Eremitage ging, gab es noch eine „kleine Stärkung“ in einem russischen Lokal. Es war zwar erst 11 Uhr morgens, aber da sooo viele geführte Reisegruppen unterwegs waren und das Lokal sich auf Reisegruppen spezialisiert, gab es für uns halt um 11 Uhr Mittagessen 🙂 Als Begrüßung gab es, wie auch sonst, ein Glas Wodka und einen leckeren Krimsekt. Dazu einen kleinen Salat aus frischen Tomaten, Gurken und viel Petersilie:

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Das Lokal war wirklich sehr nett, eine Indian-Russian-Fusion-Kitchen, denn der Besitzer ist Inder und das konnte man auch anhand der Dekoration sehen. Das Essen war aber russich:

Vorspeise: Bliný (Buchweizenpfannkuchen) mit Kaviar und Sauerrahm

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Suppe: Kartoffelsuppe

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Hauptgang: Bœuf Stroganoff (das meine Mutter auch immer gekocht hat)

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Nach dieser leckeren Stärkung gab es einen letzten Halt für uns, bevor wir zur Eremitage fuhren: die Peter-und-Paul-Festung.

Die Peter-und-Paul-Festung liegt auf der Haseninsel und wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Sie bildet das historische Zentrum der Stadt St. Petersburg. Der goldene Turm (122,5 m) der Festung war für lange Zeit der höchste Turm in St. Petersburg, da Peter I. angeordnet hatte, dass es kein höheres Gebäude als dieses geben dürfe. Innerhalb der Festung liegt die Peter-und-Paul-Kathedrale, die älteste Kirche in St.Petersburg. Sie wurde nach den beiden Aposteln Petrus und Paulus benannt (links und rechts vom Torbogen zu sehen), könnte aber ebensogut eine Anspielung auf den Erbauer Peter I. (der sich selber ein Denkmal errichtete) sein. Das besondere an der Kathedrale ist, dass sie seit dem 18. Jahrhundert als Grabstädte der Zaren dient. Eine weitere Besonderheit ist die Kanzel, die in russisch-orthodoxen Kirchen eigentlich unüblich ist. Eine Legende besagt, dass die Kanzel einzig dem Zweck diente, Lew Tolstoi zu exkommunizieren.

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Die Kathedrale is prunktvoll, mit viel Gold und Marmor. Auch die Särge der Zaren sind aus weißem Marmor, bis auf die Särge von Alexander II. und seiner Frau Marija. Diese sind aus rotem und grünem Marmor, als Würdigung dafür, dass die beiden die Leibeigenen befreit haben.

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Nun ging es endlich zu DER SEHENSWÜRDIGKEIT: der Eremitage!

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Über die Eremitage könnte man seitenlang berichten. Wir hatten aber auch ein unglaubliches Glück unseren Guide Alexej zu haben, der uns wahnsinnig viele spannende und interessante Geschichten erzählen konnte und unglaubliches Fachwissen bezüglich Kunstgeschichte besitzt.

Die Eremitage gehört zu den größten Kunstmuseen der Welt und umfasst 350 Säle.  Sie besteht aus fünf Gebäuden: Der alten und neuen Eremitage, der kleinen Eremitage, dem Eremitage-Theater und natürlich dem Winterpalast. Wenn man das ganze Museum „durchlaufen“ möchte, muss man 25km laufen, wie uns Alexej mitteilt. Wir sind in 2 Stunden gefühlte 15 km gelaufen, aber diese waren jeden einzelnen Schritt wert 🙂

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Neben den wunderbaren Gemälden großer Maler beherbergt die Eremitage noch einige etwas ungewöhnliche Bewohner: Katzen. Über 50 Katzen haben in den Kellern der Eremitage ein Zuhause gefunden und wer gerne mehr darüber erfahren möchte sollte sich unbedingt die GEO-Dokumenation „Eremitage-Palast der Katzen“ anschauen.

Von den Fenstern in der Eremitage kann man immer wieder einen Blick auf die übrigen Gebäude sowie den Garten werfen.

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Man darf in der Eremitage eigentlich nicht fotografieren, aber gegen 5 Euro Gebühr bekommt man einen kleinen Aufkleber für seine Kamera und dann darf man doch Bilder machen und diese 5 Euro sollte wirklich jeder zahlen, denn man kann sich gar nicht satt sehen an all den Gemälden und Skulpturen, den prachtvollen Decken und Böden und einfach an der Eremitage als Gesamtkunstwerk.

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Der Kaiserthron steht ebenfalls prunkvoll strahlend in rot mit dem Wappen der Romanows in der St. George´s Hall.

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Wir haben auch die prachtvollen Gemächer Katharinas der Großen besichtigt.

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Die Eremitage beherbergt eine Vielzahl großer Künstler: von Michelangelo über Leonardo da Vinci, bis hin zu Rembrandt und Rubens. Für mich als studierte Theologin waren die biblischen Motive besonders interessant und da stach die Madonna Litta von Leonardo da Vinci ganz besonders hervor.

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Sicher könnte ich jedes einzelne Bild beschreiben und noch stundenlang über die Eremitage erzählen, aber das würde diesem großartigen Ort nicht gerecht werden. Und so belasse ich es damit und zeige einfach noch ein paar Bilder, damit ihr einen Eindruck von der Prächtigkeit dieses Museums bekommt.

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St. Petersburg war auch bei schlechtem Wetter wirklich eine Reise wert. Als Andenken habe ich mir übrigens wieder Bernsteinschmuck mitgenommen, einen Schmuckteller, natürlich eine Matrjoschka und ein paar Wodkagläser 🙂

Nach einem langen Tag verabschiede ich mich nun mit einem russischen Sprichwort: „Всего не переделаешь.“ (Deutsche Entsprechung: „Morgen ist auch noch ein Tag.“)

до свидания
(Auf Wiedersehen)

Tallinn

Tere! (estn. Guten Tag)

Nach einem wunderbaren Tag in Stockholm sind wir heute Morgen im beschaulichen Tallinn, der Hauptstadt Estlands, angekommen. Wir wurden direkt am Hafen von unserer reizenden Reiseleitung Anne begrüßt und sind mit dem Bus vom Hafen in die Stadt gefahren. Leider war das Wetter sehr durchwachsen, aber das sollte den Eindruck den wir von dieser wunderschönen Stadt bekommen haben überhaupt nicht trüben!

Tallinn ist eine sehr kleine Stadt (gemessen an unseren Hauptstädten) mit nur 417.000 Einwohnern. Dafür hat es eine umso bewegtere Geschichte und ist geprägt durch jahrelange Kämpfe, Fremdbestimmung und Rückeroberungen. Eines merkt man aber sofort, wenn man Anne bei ihren Erzählungen zuhört: die Esten sind stolz auf ihr Land und ihre Stadt. Trotz der vielen Eroberungen durch die Dänen, Deutschen, Schweden und Russen, haben die Einwohner Tallinns (früher Reval) nie ihre Liebe und Beziehung zu ihrer Stadt verloren!

Die Stadt gliedert sich in Unterstadt und Oberstadt (Domberg). Unsere Führung begann zunächst in der Oberstadt, auf dem Domberg. Anne erzählt uns, dass die Unterstadt und die Oberstadt früher zwei autonome Städte waren und das die Leibeigenen frigelassen wurden, wenn sie es schafften, einen Tag in der Unterstadt zu überleben! Aus diesem Grund gab es schon früh Zwiste zwischen der reicheren Oberstadt, die ihre Leibeigenen nicht verlieren wollte, und der Unterstadt.

Der Turm des Schlosses (Dänische Burg) wird der „Lange Hermann“ (estn. Pikk Hermann) genannt. An der Spitze weht die estnische Fahne, die jeden Morgen und Abend – begleitet von der estnische Nationalhymne – gehisst wird. Die Melodie der estnischen und der finnischen Nationalhymne ist übrigens identisch!

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Von der Burg ging es weiter zur Alexander-Newski-Kathedrale. Sobald man dieses pompöse Gebäude erreicht hat, kann man unmerklich den russischen Einfluss anhand der fünf Zwiebeltürme ausmachen. Die Kathedrale wurde dem russischen Fürst Alexander Jaroslawitsch Newski gewidmet, der 1547 von der russisch-orthodoxen Kirche heiliggesprochen wurde. Wie alle russisch-orthodoxen Kirchen ist auch diese reich geschmückt, mit Gold und Ikonstasen. Während unseres Besuches fand gerade ein Gottesdienst statt, der einfach atemberaubend war. In russisch-orthodoxen Kirchen steht man während des Gottesdienstes und die Frauen tragen ein Kopftuch. Im Zentrum der Liturgie steht der Gesang und in dieser Kirche gibt es wirklich einen ganz wundervollen Chor, der einem das Herz bewegt, auch wenn man den Text nicht versteht.

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Weiter ging es für uns durch die kleinen kopfsteingepflasterten Gassen zur Domkirche. Das Besondere an der Domkirche sind die Wappen-Epitaphien der deutschbaltischen Adligen Estlands. Die Kirche ist die Bischofskirche des Erzbischofs der Estnisch-Lutherisch-Evangelischen Kirche.

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Nach einem letzten Blick auf Tallinn von oben, gelangten wir über das lange Bein (estn. Pikk Jalg) in die Unterstadt. Unser Weg führte uns an zahlreichen Bernsteingeschäften und wunderschönes Barockbauten vorbei.

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Ich fand die Oberstand schon ganz bezaubernd, aber die Unterstadt ist eine der bislang schönsten Städte wie ich finde.

In der Unterstadt sieht man die starke Verbindung Estlands mit der Hanse und den Deutschen. Viele der Kaufleute in Reval waren deutsch und kamen aus Lübeck (das wir auf der Rückfahrt noch besucht haben), so galt seit 1249 auch in Reval das Lübecker Stadtrecht.

Eine Besonderheit ist das Haus der Schwarzhäuptergilde in der Pikk. Mitglieder dieser etwas befremdlich klingenden Gilde waren deutsche ledige Kaufleute. Die Gilde gab es nur in Alt-Livland (Tallinn und Estland) und sie wurde nach ihrem Schutzpatron dem hlg.Mauritius benannt, der auch über der prachtvollen Eingangstür prangt.

In der Pikk gibt es zahlreiche alte Gildenhäuser, die alle sehr gut erhalten sind und meist unter Denkmalschutz stehen. Dazu gehören die Große Gildehalle oder das Kanutigildehaus mit den Figuren des Heiligen Knut und Martin Luthers.

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Unsere vorletzte Station war der Rathausplatz. Umgeben von pittoreseken Gebäuden steht das Rathaus, im gotischen Stil. Auf dem Rathausplatz gibt es zahlreiche überdachte Stände, an denen man Bernsteinschmuck, Holzwaren und Wollwaren erwerben kann. Auch die umliegenden Läden bieten zu guten Preisen eine Vielzahl schöner Mitbringsel. Ich habe mich für zwei schöne Bernsteinarmbänder (je 8 Euro) und ein paar dicke Wollsocken mit einem dazugehörigen Stirnband im skandinavischen Design (17 Euro und 12 Euro) entschieden. Der Winter kann kommen 🙂

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Ein weiteres Highlight ist die gegenüber liegende Ratsapotheke, die älteste durchgehend betriebene Apotheke Europas (seit 1422).

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Entlang der Stadtmauer ging es zurück zum Bus. Auch an der Stadtmauer gibt es viele kleine Stände an denen man günstig Accessoires kaufen kann.

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Gerne wären wir noch länger in Tallinn geblieben, denn diese zauberhafte Stadt war das absolute Highlight und DIE Überraschung dieser Kreuzfahrt. Tallinn vereint moderne Läden und gemütliche Cafés mit einer pittoresken mittelalterlichen Stadt und wunderschönen Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Diese Stadt und die netten Leute sind definitiv einen Besuch wert!

Hwad aega! (estn. Tschüss)

Zauberhafte Schmuckständer und -schatullen von Lisbeth Dahl

Die dänische Marke „Lisbeth Dahl“ gehört schon seit langem zu meinen Favoriten. Lisbeth Dahl stellt wunderbare Vintage- und Nostalgiegegenstände her, wie Lampen, Schachteln, aber auch Schmuck und viele weitere zauberhafte Sachen. Beim allsonntäglichen Hausputz habe ich dann letztens festgestellt, wie viel Schmuck ich habe, was ja prinzipiell nicht verkehrt ist, denn „Frau kann ja nie genug Schmuck haben“. Da ich meinen ganzen Schmuck aber über unsere ganz Wohnung verteilt habe, vom Bad bis in die Küche, war klar: Ordnung muss her!

Auf der Suche nach schönen Schmuckschachteln und -ständern bin ich dann bei Limango auf eine Lisbeth Dahl Auktion gestoßen und dachte mir: „Das kann kein Zufall sein, das ist ein Zeichen“. Kurzerhand habe ich einen wunderschönen Messingständer „Pumpkin“ (Schmuckständer in gold – (H)57 cm, 19,95€) erstanden, zwei mit Messing verzierte Glasschatullen (Box in beige/ transparent – (B)18 x (H)7 cm x (T)12 cm, je 7,95 €) und eine kleine gläserne Kuchenplatte (Kuchenplatte in transparent – Ø19x (H)10 cm, 4,95€), die ich euch nun präsentieren möchte.

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Perlenketten: Antik , Koffer-Kette: Accessorize; Medaillon: Christ (gold); Fotoapparat-Kette: Primark; Tassen-Kette + Regenschirmkette + Sanduhr: Accessorize ; Bernsteinkette: Antikmarkt

Perlenketten: Antik , Koffer-Kette: Accessorize; Medaillon: Christ (gold); Fotoapparat-Kette: Primark; Tassen-Kette + Regenschirmkette + Sanduhr: Accessorize ; Bernsteinkette: Antikmarkt

Bei einer früheren Auktion bei http://www.brands4friends.de hatte ich bereits ein Dreierset aus kleinen verschnörkelten Glasfläschchen erstanden, die ihr hier seht:

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Wer nicht so viel Glück hatte wie ich, einfach ein wenig Geduld haben, denn bei Limango http://www.limango.de gibt es immer wieder Lisbeth Dahl Aktionen. Ansonsten gibt es auch eine große Auswahl an Artikeln im zauberhaften Online-Shop http://www.zauberhaft-dahl.de/

Viel Spaß beim Stöbern!

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