Jetzt wirds ernst! – Buchreview im Blogtober

Ihr Lieben,

img_0284ich bin ja ein absoluter Lesefuchs und verschlinge Bücher geradezu. Leider wird die Zeit immer knapper, in der ich es schaffe ein Buch zu lesen und so bleiben meist nur die Ferien, in denen ich dann aber bis zu 2 Bücher in der Woche schaffe.

Momentan ist einer meiner absoluten Favoriten der österreichische Autor Robert Seethaler, der mit seinem Wiener Schmäh, seiner morbiden Art und seinem österreichischen Charme meine halb-Wiener Seele anspricht. Der Trafikant war ein riesiger Erfolg und ich konnte mich dem schrulligen Trafikanten, dem dörflichen Lehrling in Wien und natürlich dem zigarrenrauchenden Freud einfach nicht entziehen und habe das Buch in 3 Tagen durchgelesen. Wer es noch nicht kennt sollte es unbedingt lesen, so leichtgängig, kurzweilig, unterhaltsam und manchmal auch anrührend.

Heute möchte ich euch aber das dritte Buch das ich von Seethaler gelesen habe vorstellen: Jetzt wirds ernst .

Inhalt:

img_8918Das Buch fängt in medias res an und man taucht mitten in das Leben des Hauptprotagonisten ein, der als Apfelbaum verkleidet im örtlichen Theater ohnmächtig von der Bühne fällt. Der bereits skurril anmutende Anfang führt uns in die Lebensgeschichte des Protagonisten ein, dessen Vater ein Friseur, die Mutter  verstirbt noch zu Schulzeiten. Von Kindheitserinnerungen, in der Hecke mit der Nachbarin erste sexuelle Erfahrungen austauschend, über interessante Pausengestaltungen, mit dem Hintern zwischen den Gittern hockend, führt uns das Buch durch das Leben und Streben des Protagonisten, der zunächst nur um seinen Schwarm Lotte zu beeindrucken zum Theater möchte. Vom Schultheater, belustigend dargestellt als ein Sammelbecken der Verzweifelten und Ausgestoßenen,  über erste Erfahrungen beim Film hin zu einer Ausbildung beim örtlichen Theater, dessen Besitzer nicht skurriler sein könnten, ist unser angehender Schauspieler eigentlich selten erfolgreich, aber zu jeder Zeit höchst erheiternd und auch ein wenig bemitleidenswert. Das Buch endet offen und die große weite Welt mit all ihren Schauspielhäusern wartet nun.

Mein Eindruck:

img_0283Zu Beginn muss ich direkt sagen, dass ich dieses Buch nicht in 2 Tagen verschlungen habe, sondern deutlich länger zum Lesen brauchte (wie hier im Restaurant zu sehen), da es nicht so leichtgängig wie der Trafikant oder aber auch Ein ganzes halbes Leben war. Ich habe etwas gebraucht um erst einmal in die Geschichte reinzufinden, da die Romanfiguren diesmal noch ein wenig verrückter, schrulliger und ungewöhnlicher sind. Besonders beeindruckend an diesem Buch finde ich die Wortgewalt von Seethaler. Schon lange gab es meiner Meinung nichts Vergleichbares, was die Vielfalt der deutschen Sprache, ihren Wortreichtum und die mannigfaltigen Ausdrucksweisen in so elaborierter Weise ausschöpft wie Seethalers Bücher. Einfache Beschreibungen eines Wasserfleckens an der Decke werden bei ihm zu einer Ode an die deutsche Sprache und nicht selten sind seine Beschreibungen so bildlich plakativ, dass man die Personen mit all ihren optischen Makeln, die Wohnungen und auch den Haarschnitt beim Vater geradezu vor einem sieht und manchmal auch bei der sehr deutlichen und in diesem Buch auch deftigen Sprache etwas schmunzeln muss.

Der Protagonist tut einem während des Lesens immer wieder leid, da ihm nur selten etwas gelingt, sei es das Theaterspielen, das Buhlen um die erste Liebe, oder auch die Friseurausbildung im väterlichen Salon. Die übrigen Weggesellen sind ähnlich verschroben, angefangen bei seinem einzigen Freund Max, dessen Mutter sich im Wahn getrieben aus dem Fenster stürzt und der nur selten aufmunternde Worte für seinen Freund hat (ganz abgesehen davon, dass er mit Lotte zusammenkommt), seinem Vater, der aus dem Friseursalon ein Gewächshaus macht, oder den Lehrern, die einer mehr als der andere weniger erziehen und nur selten auf Seiten der Schüler sind.

Alles in allem ist das Buch ein guter Roman für den Urlaub, wenn man zwischendurch mal ein paar Seiten lesen will, da man auch länger pausieren kann und immer wieder sofort in die Geschichte reinkommt, auf Grund der kurzen episodischen Kapitel. Gemessen an den beiden vorigen Seethalern hat mich das Buch inhaltlich nicht so sehr fasziniert, aber sprachlich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen. Von 5 Sternen würde ich 3,5 vergeben.

Das Buch ist beim Goldmann Verlag als Paperback erschienen und kostet 8,99. Ich danke dem Random House Verlag, der mir mein Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt habe.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Was ist euer Lieblingsbuch? Was macht für euch einen guten Roman aus?

 

Ein kleiner Wochenrückblick #2

Ihr Lieben,

dank des langen Wochenendes hatte ich endlich wieder Zeit, das zu tun, was ich am liebsten mag: backen, shoppen, bloggen!

Da ich in den letzten Tagen unaufhörlich in der Küche stand, will ich euch nun einen kleinen kulinarischen aber auch literarischen Rückblick geben:

Sonntag: gab es bei strahlendem Sonnenschein herrliche Pasta mit frischen Datteltomaten, Pilzen und meiner geliebten scharfen Heinz Hot Sauce. Dazu habe ich einen grünen Tee genossen und endlich mal wieder gelesen und zwar das hochgelobte Buch : Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, von Jonas Jonasson. Ein herrlich humorvolles Buch, voller Sarkasmus, aber auch Nachdenklichkeit. Mein Buchtipp für den Frühling.

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Samstag: Wie in meinem letzten Post beschrieben, waren wir am Samstag auf einer Karnevals- Wohnungseinweihungfeier in Köln eingeladen und so stand ich den ganzen Vormittag in der Küche und habe Spritzkuchen, Churros und Berliner gebacken. Ich habe mir ein wenig den Bauch von dem ganzen Genasche verdorben, aber es war das Magengrummeln wert 🙂 Mein Kostüm war übrigens mein Alter Ego, die alte perlenkettentragende Nostalgiaqueen.

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Freitag: Nachdem ich die Wohnung endlich mal wieder klarschiff gemacht hatte, ging es auf zum Esprit Outlet nach Ratingen, das frisch erworbene Gehalt ausgeben. Ich hatte wie immer wirklich sehr viel Glück und habe wunderbare Strickpullover (einer mit Cashmere-Anteil für nur 10 Euro), ein tolles Retrokleid und einen schönen Wollrock bekommen. Insgesamt habe ich für 7 Teile nur 80 Euro bezahlt und da ich mich über jedes Schnäppchen freue, habe ich ausgerechnet was ich für die Originalpreise gezahlt hätte und da kamen stolze 430 Euro zusammen 🙂 Danach war ich noch im Centro, denn dort war bei Gilly Hicks Ausverkauf, auch das hat sich wirklich gelohnt, schaut doch mal vorbei, wenn ihr in der Nähe seid.

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Donnerstag: An diesem letzten Schultag vor dem langen Wochenende gab es bei mir wieder mein Lieblingsgericht wenn es schnell gehen muss: Couscous mit Gemüse, Zimt und gelber Currypaste. Dieses Gericht macht wunderbar satt und versetzt einen in weniger Zeit in 1001 Nacht Stimmung. Orientalische Gewürze verzaubern den Gaumen und es ist in unter einer halben Stunde zubereitet. Zum Nachtisch gab es einen leckeren Kaffee aus meiner geliebten Cath Kidston Tasse aus London, sowie eine Herzpraline.

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Mittwoch: Die Wochenmitte war mein gesunder Tag, denn diesmal gab es zum Abendessen herrlichen Salat. Manchmal, wenn ich die Woche über zu ungesund und zu viel Süßes gegessen hab, lege ich einen Detox Tag ein, an dem ich mich nur von Gemüse ernähre, abends Salat esse und den ganzen Tag grünen Tee trinke. Abends gibt es dann noch einen grünen Smoothie mit Kiwi, Feldsalat und Mandelmilch, zum Reinigen des Körpers. Zum ersten Mal habe ich auch endlich mein neues Paul Hewitt Armband ausgeführt, das sich wunderbar mit meinem goldenen Sylt-Armband und meiner Daniel Wellington Uhr macht.

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Dienstag: Wenn es schnell gehen muss, gibt es bei mir auch öfter mal diese kleinen wunderbar zarten Rosmarin-Drillinge, die ich im Sommer auch gerne auf dem Grill mache. Zum Nachtisch gab es dann Banoffee-Pie, eine englische Spezialität mit Karamel (Toffeee), Bananen, Sahne und Schokoladenraspeln, herrlich, besonders auf meinen schönen Cath Kidston Tellern.

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Montag: Die Woche begann mit der allerbesten Bolognese der Welt. Rinderhack, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch und Sellerie machen diese Pasta herrlich würzig und unvergleichbar lecker. Als Nachtisch habe ich die Reste des herrlich saftigen Apfel-Nuss-Kuchens verdrückt, der auch noch nach 2 Tagen ganz wunderbar schmeckte.

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Das war meine Woche in Bildern und Rezepten. Wie war eure Woche? Gibt es ein Bild, zu dem ihr unbedingt das Rezept haben wollt, dann sagt Bescheid!