Die schönen Seiten des Septembers – Kürbis satt

Ihr Lieben,

gestern habe ich auf Instagram ein Bild meiner geliebten Kürbissuppe gepostet und direkt haben einige von euch nach einem Rezept gefragt (was mich sehr freut und mir schmeichelt). Meist koche ich die Suppe einfach a gusto und mit den Zutaten die ich daheim habe (Ingwer, Chilli, Kartoffeln, Möhren…), aber damit ihr auch diese wunderbare Septemberleckerei nachkochen könnt, habe ich mir mal beim Kochen selber auf die Finger geschaut und euch ein Rezept erstellt 🙂

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Das Schöne am Herbst  – ja wir können es nicht mehr leugnen, er ist schon fast da –  ist, dass es wunderbar orangen glänzende Hokkaido-Kürbisse gibt, die so unglaublich vielseitig und lecker sind. Ob geröstet im Ofen, als Suppe, mit Speck als Kürbisquiche oder sauer eingelegt im Weck-Glas, der Kürbis kann so einiges und ist dabei auch noch vollkommen unkompliziert zu verarbeiten, denn man kann ihn mit Schale essen. Für alle die sich an Kürbis nicht rantrauen kann ich nur sagen: Hokkaidos sind wirklich eine super leckere Sorte. Beim Kochen oder Braten werden sie schön weich ohne matschig zu werden und sie schmecken ein wenig wie Süßkartoffeln, leicht süßlich und einfach lecker.

Die Suppe ist super einfach zu machen und immer wieder gut. Für das heutige Rezept habe ich mir als Special gerösteten Kürbis als Topping (Ofengemüse) ausgedacht und ich hoffe ganz viele probieren jetzt mal das Rezept aus und berichten mir von ihren Ergebnissen und Erlebnissen.

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Zutaten

1 großer Hokkaido (ca. 1 kg mit Schale und Kernen)
3 Schalotten
3 Knoblauchzehen
3 große Möhren
etwas Olivenöl (ich verwende Bertolli Öl zum Sprühen)
1 Liter Gemüsebrühe
etwas Salz
eine Prise Pfeffer
2 EL Sahne oder Creme Fine
einen Zweig Rosmarin
etwas grobes Meersalz
etwas Kürbiskernöl

1 beschichtete Auflaufform
2 große Schüsseln (eine für das Ofengemüse, eine für das Suppengemüse)

Zubereitung

Zunächst den Backofen auf 180° Umluft vorheizen.

Den Kürbis im Ganzen abwaschen und abtrocknen. Mit einem großen und scharfen Messer den Kürbis halbieren. Dies ist der schwierigste Teil, da man erstmal durch die Kerne durch muss. Aus beiden Hälften die Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Zwei Schalen bereitstellen, eine für die Suppe, eine für das Ofengemüse. Den Kürbis anschließend in grobe Würfel schneiden und beiseite stellen. Gut 3/4 vom Kürbis kommen in die Schale für die Suppe, das restliche 1/4 in die Schale für den Röstkürbis.  Jetzt die Schalotten vierteln (es reichen wirklich grobe Viertel). 2 Schalotten kommen in die Suppenschale, 1 Schalotte in die Ofenschale. Die Knoblauchzehen auf ein Brett legen und mit Schale mit dem flachen Messer zerdrücken, so dass die Schale noch dran bleibt. 2 Zehen kommen wieder in die Suppenschale, eine Zehe in die Ofenschale. Die Möhren ebenfalls nur in sehr grobe Stücke schneiden und vollständig in die Suppenschale geben.

Jetzt einen großen Topf auf den Herd stellen, 2 EL Olivenöl hinzugeben und wenn das Öl heiß ist, den gesamten Inhalt der Suppenschale hinzugeben. In der Zwischenzeit 1 EL Olivenöl über das Ofengemüse geben, alles gut durchmengen und mit etwas groben Meersalz und einem Zweig Rosmarin vermischen und dann ab in die Aufflaufform und in den Ofen. Das Gemüse wird hier bei 180° ca. 15-20 Minuten geröstet.

Das Gemüse im Suppentopf immer wieder umrühren und wenn alle Stücke (Zwiebeln, Kürbis, Möhren) leicht angebräunt sind und man schon die Röstaromen riecht, das Ganze mit der Brühe ablöschen (wichtig ist, dass das Gemüse wirklich angeröstet wird, denn das gibt der Suppe den feinen und würzigen Geschmack). Einen Deckel auf den Topf geben und alles bei etwas reduzierter Hitz (bei mir 7 von 9) kochen lassen. Nach 15 Minuten mit einem Messer prüfen, ob die Möhren und der Kürbis weich sind (wenn man beides einfach mit dem Messer teilen kann ist das Gemüse gut). Den Topf nun vom Herd nehmen und etwas Salz, Pfeffer und die Sahne hinzugeben, die abgelösten Knoblauchschalen rausfischen und das ganze mit dem Pürierstab pürieren. Ich halte immer den Deckel vor den Stab, damit ich mich nicht mit der heißen Suppe vollspritze. Wenn alles püriert ist könnt ihr nochmal abschmecken und ggf. nachwürzen.

In der Zwischenzeit müsste auch das Röstgemüse gar sein, was ihr an der leicht braunen Kruste am Kürbis seht. Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, einen guten Esslöffel vom Gemüse in die Mitte geben und abschließend etwas Kürbiskernöl drüber träufeln.

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Wer etwas mehr Röstkürbis macht, kann diesen auch wunderbar auf Salat essen. Ich nehme dazu frische Pflücksalate, Kalamata-Oliven, Schafskäse, Tomaten, Gurken und eine Weißwein-Vinaigrette.

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 Ich wünsche euch einen guten Appetit.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Ein letzter Sommergruss – Crema di pesca

Ihr Lieben,

so langsam aber sicher neigt sich der Sommer dem Ende zu, was aber nicht heißen soll, dass wir uns nicht auf den Herbst freuen können, der mit leuchtendem Laub, wunderbarem Licht, Herbstsonne und allerlei schönen Momenten lockt. Als kleinen Abschied vom Sommer gibt es heute noch einmal ein locker leichtes (leider nicht was die Kalorien betrifft) Dessert mit Pfirsichen.

Viele von euch kennen ja sicher die heißgeliebte Crema die Fragola von Vapiano. Da ich diese Creme auch immer ganz vorzüglich fand, die Systemgastronomie aber mittlerweile nicht mehr so ansprechend finde, kommt hier nun eine kleine Abwandlung des Rezeptes. Die Creme schmeckt wirklich genau wie bei Vapiano, aber ich habe statt der Erdbeeren Pfirsiche genommen. Je nach Geschmack kann man aber auch jede erdenkliche Obstsorte nehmen, von Blaubeeren über Johannisbeeren bis hin zu Kiwis, alles ist machbar.

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Zutaten für 4 Personen/ 12 kleine Dessertgläser:

250 g Mascarpone
250 g Sahne
2 Eigelb
4 Eiweiß
1 Beutel Quickgelatine
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Pickerd Vanillepulver
1 kleine Dose Pfirische

Zur Dekoration:

etwas Kakaopulver
frische Minze

Zubereitung:

Die Pfirsische über einem Sieb abtropfen lassen und den Saft in einer extra Schüssel auffangen. Jetzt werden die Pfirische in kleine Würfel geschnitten und dann in Dessertgläser gefüllt, so dass der Boden der Gläser gut mit Pfirsichen bedeckt ist.

Als nächstes die Eier trennen und das Eigelb bei Seite stellen. Wichtig ist, dass ihr wirklich ganz frische Eier benutzt, da diese roh unter die Masse gehoben werden.

Jetzt das Eiweiß mit dem Handrührgerät steif schlagen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Als nächstes die Sahne steif schlagen und ebenfalls in den Kühlschrank stellen, bis diese weiterverarbeitet wird.

Die Eigelbe mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Vanillepulver (wer keines hat kann nach Geschmack einfach noch ein Päckchen Vanillezucker hinzugeben und nur 40 g Zucker nehmen) schaumig schlagen, bis eine luftige blasenwerfende gelbe Masse entsteht. Jetzt kann die Mascarpone langsam hinzugegeben und mit dem Handrührgerät untergearbeitet werden. Zuletzt noch von dem Pfirischsaft 2-3 EL unterrühren.

Wenn die Masse schön homogen ist, kommt die Fix-Gelatine hinzu, die wirklich schnell untergerührt werden muss, da man sonst kleine Klümpchen in der Crema hat. Zuletzt die Sahne vorsichtig unterrühren oder mit einem Schneebesen unterheben und dann den Eischnee vorsichtig hinzugeben und alles zu einer glatten Creme verrühren. Nach einer kurzen Zeit im Kühlschrank wird die Masse etwas fester und man kann sie auf die kleinen Dessertgläser verteilen und bis zum Servieren nochmal kalt stellen.

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Ich habe die Creme mit etwas Kakaopulver und einem frischen Minzblatt getoppt und zu einem leckeren starken Espresso serviert. Da die Creme für ein Sommerdessert sehr mächtig ist, würde ich sie in wirkllich kleinen Dessertgläsern servieren, so hat man den optimalen Genuss und sündigt nur ein wenig 🙂

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Viel Spaß beim Nachkochen und alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Was ist euer Lieblingssommerdessert?