Kopenhagen

Am Sonntagmorgen sind wir an unserem ersten Hafen angekommen: Kopenhagen . Der Hafen (wir lagen im Nordbassinet) ist doch relativ weit entfernt von der Innenstadt, wie wir nach 35 Minuten Fußmarsch feststellen mussten :-). Dafür wurden wir reichlich entlohnt, als wir an den Königsgärten ankamen, einem wunderschön angelegten Park, in welchem das Rosenborg Slot steht, in dem man die Kronjuwelen (königliche Sammlung) besichtigen kann.

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Rosenborg Slot

Von den Königsgärten ging es weiter in Richtung Innenstadt, vorbei an der Universität und durch die ellenlange, aber sehr schöne Einkaufsstraße Østergade. Auf der Østergade gibt es eine Vielzahl wirklich schöner Geschäfte. Man findet hier sogar meinen englischen Lieblingsschokoladenladen: Hotel Chocolat! Besonders empfehlenswert fand ich das Kaufhaus Illum, in dem man eine große Auswahl skandinavischer Designer aber auch internationale Designermode und Einrichtungsgegenstände findet.  Für Liebhaber skandinavischer Mode und Designklassiker ist das Illums Bolighus wärmstens zu empfehlen. Dort gibt es unglaublich schöne Möbel und Accessoires. Ich habe mir als Andenken eine schöne Kette von Huldquist mitgenommen 🙂

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Im Illum gibt es auch einen tollen Bäcker, den Holm´s Bager! Das Essen in Dänemark ist allgemein sehr teuer, daher sollte man sich nicht wundern, wenn man für ein belegtes Baguette mehr als 5 Euro zahlt. Ich habe mir eine Zimtschnecke (dän. Kanelsnegl) für 16 Kronen (ca. 2,50 Euro) gegönnt und sie war jede Krone wert!

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Retro Copenhagen

Wie ihr seht gibt es sie immer noch, die schönen alten Briefkästen (dän. postkasse). Retroräder (überhaupt Fahrräder) sieht man in Kopenhagen an jeder Straßenecke, wunderbar!

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Ein weiteres must see für Porzellanliebhaber ist ein Besuch bei Royal Copenhagen, wo es wunderschöne Teller, Tassen und Vasen gibt. Im zweiten Stock gibt es dort einen 2nd choice Verkauf, wobei auch die 2nd choice Gegenstände immer noch sehr hochpreisig sind (Bsp. Tasse 41 Euro).

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Royal Copenhagen

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Am Ende der Einkaufsstraße kommt man am Rathaus aus. Wenn man noch ein kleines Stück weiter geht, sieht man schon den Tivoli, Kopenhagens berühmten Vergnügungspark.

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Tivoli

Nach einem kleinen Abstecher im Tourismusbüro in der Vesterbrogade (in den Tourismusbüros gibt es kostenloses WLAN), sind wir über die Stormgade in Richtung Christiansborg Palast gelaufen und von dort aus weiter runter zum Kanal. Man kann wunderbar am Kanal entlanglaufen und von dort aus an den Museen (Dänisch jüdisches Museum, Danish Arsenal Museum, Dänisches Architekturmuseum) vorbeischlendern und den alten Stock Exchange bewundern.

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Christiansborg Palast

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Stock Exchange

Vorbei am Royal Theatre und am Nyhavn gelangt man zum Amalienborg Palast, der wirklich sehr schön gelegen ist. Weiter führte uns unser Weg über die Amaliengade vorbei an der Marble Church und am dänischen Designmuseum hin zur Little Mermaid, die schon von zahlreichen Touristen umzingelt war.

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Nyhavn

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Amalienborg Palast

Nachdem wir das obligatorische Foto von der Meerjungfrau gemacht hatten, war es auch schon Zeit sich wieder auf zum Schiff zu machen. Vom Kastellet aus läuft man nochmal gute 30 Minuten bis zum Nordbassinet und als wir endlich wieder am Schiff ankamen, haben wir erstmal unsere Tagesbilanz anhand des Schrittzählers bestaunt: 22,40 km, über 22900 Schritte und 1500 verbrannte Kalorien. Stockholm werden wir ein wenig ruhiger angehen, aber zum Glück sind wir morgen den ganzen Tag auf See und können unseren Füßen eine Pause gönnen 🙂

Warnemünde und ein Tag auf See

Ahoi ihr Lieben,

am Samstag hieß es für uns Leinen los in Warnemünde. Da wir schon etwas früher in Warnemünde angekommen sind, haben wir dir Zeit genutzt um einen kleinen Bummel an der Promenade und durch die Stadt zu machen.
Warnemünde ist wirklich schön und wir hatten auch noch das große Glück, dass die Gorch Fock gerade im Hafen lag, welch ein schöner Anblick.

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Am Pier 7 direkt am Hafen konnten wir außerdem die Sandskulpturen der WARNEMÜNDER SANDWELT bewundern. Die Skulpturen sind wahnsinnig detailgetreu und sehen einfach atemberaubend aus.

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Nach einem Bummel durch die zauberhafte Stadt, mit zahlreichen Altbauten und einem schönen Park inklusive Lesesaal, ging es für uns auf die Costa Fortuna. Das Schiff ist wirklich schön gestaltet, sogar ein wenig retro, wie ich mit Freude feststellen konnte.  An den Aufzügen und in den Fluren sind überall Zeichnungen von Kreuzfahrten in den Golden Twenties und an den Wänden hängen Photos aus 65 Jahren Kreuzfahrtgeschichte.

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Unser erster Tag am Schiff verlief wirklich toll. Wir haben eine Innenkabine mit einem sehr bequemen Bett und abends gab es ein Drei-Gang-Menü im Restaurant Michelangelo 1965.
Nach einem leckeren Espresso und einem Vermouth (Hommage an Some like it hot) ging es dann ab in die Koje, da wir für unseren ersten Landausflug (Kopenhagen) ja fit sein wollen 🙂

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Eine literarische Kreuzfahrt

Da ich ja eine bekennende Literaturfanatikerin bin und vor allem Klassiker und Thriller liebe, habe ich mir gedacht, es wäre doch interessant meine Liebe zur Literatur mit der Kreuzfahrt und den angefahrenen Städten unter dem Motto: Eine literarische Kreuzfahrt! zu verknüpfen. Ich bin also heute auf meinen Bücherboden (ja es sind soo viele, das ich diese mittlerweile auf dem ausgebauten Dachboden lagere, liebevoll nach Themen, Autoren etc. sortiert) gestiegen und habe passende Bücher rausgesucht von Autoren, auf dessen Spuren ich gerne wandeln möchte.

Stockholm –  auf Wallanders Spuren

Da einer unserer ersten Häfen Stockholm ist und mein absoluter Lieblingskrimiautor zufällig ein Schwede ist muss ein Wallander Roman von Henning Mankell unbedingt mit in meinen Koffer. Die Wallander Krimis spielen zwar fast alle im zauberhaften Ystad, aber der letzte Krimi Der Feind im Schatten spielt tatsächlich in Stockholm, welch ein Zufall 🙂

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In diesem wunderbar geschriebenen und wie immer unglaublich spannenden Krimi besucht Kurt Wallander den Vater von  Lindas (Kurts Tochter) Lebensgefährten Hans von Enke zu seinem 75. Geburtstag in Stockholm. Der ehemalige Korvettenkapitän vertraut Wallander an, dass bereits einige Male fremde U-Boote in schwedischen Gewässern gesichtet wurden und das die Reaktion der obersten Befehlshaber auf diese fremden U-Boote sehr verdächtig gewesen seien. Kurz nach seinem Geburtstag kehrt Hakan von Enke von einem Spaziergang nicht wieder zurück und einige Zeit später wird seine Frau Louise tot aufgefunden…  So, mehr verrate ich aber nicht, damit die Spannung ein wenig erhalten bleibt. Dies ist also mein Stockholm Buch!

St. Petersburg – Das Schicksal des Fürsten Myschkin

Eine weitere Stadt mit großartigen Schriftstellern ist St. Petersburg, die alte Zarenresidenz. Da ich die russische Kultur und das Zarenreich sehr bewundere will ich auch hierzu ein Buch mitnehmen und da kam mir direkt einer DER größten russichen Schriftsteller in den Sinn: Fjodor Dostojewski.

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Ich habe bereits vor Jahren die beiden großen Werke „Der Spieler“ und „Der Idiot“ geradezu verschlungen und habe mich für die Kreuzfahrt für „Der Idiot“ entschieden, da der Roman in St.Petersburg spielt und mit seinen wunderbar detaillierten Schilderungen die alte Zarenstadt in neuem Glanz erstrahlen lässt. Im Zentrum der Erzählung steht der junge Fürst Myschkin, der nach einem längeren Aufenthalt in einer Schweizer Heilanstalt wieder nach St.Petersburg zurückkehrt. Myschkin leidet an Epilepsie und ist emotional unerfahren, was die russische Gesellschaft als „idiotisch“ deutet. Neben dem naiven Myschkin steht auch Nastassja Filippowna im Zentrum der Erzählung, eine atemberaubende Schönheit, die ihre zahlreichen Verehrer (Rogoshin, Ganja, Myschkin) zappeln lässt. Auch Myschkin ist der Schönheit Natassjas verfallen und als Rogoshin Nastassja tötet und Myschkin zur Totenwache hinzuholt ist dieser emotional und seelisch so angeschlagen, dass er erneut in ein Sanatorium in die Schweiz geht.

Der wunderbare Roman Dostojewskis kann kaum in wenige Worte gefasst werden, daher ist dies nur ein kurzer Versuch den Inhalt zu bündeln um einen ersten Eindruck zu erwecken!

Dänemark – Der Besuch des Leibarztes

Der Autor dieses Romanes Per Olov Enquist ist zwar Schwede, im Zentrum des Romanes steht ab der geisteskranke dänische König Christian VII, welcher durch Misshandlungen in seiner Kindheit schwer traumatisiert ist. Als Christian eine Reise durch Europa plant wird ihm der Altonaer Arzt Johann Friedrich Struensee zur Seite gestellt, der schnell das Vertrauen des jungen Königs gewinnt. Sukzessive übernimmt der Leibarzt die Geschäfte des Königs, da dieser dazu kaum fähig ist. Im Zuge der Erzählung beginnt der Leibarzt eine Affäre mit der Königin, wobei Christian den Leibarzt selber bittet sich um seine Gattin zu kümmern. Der Staatsminister Guldberg sieht den zunehmenden Einfluss Struensees kritisch und bemüht sich fortan diesen zu beseitigen und die Ehre des Königs wieder herzustellen.

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Leider konnte ich zu Estland auf meinem Boden kein Buch finden, aber dafür möchte ich euch zu Kopenhagen, Schweden und Russland noch je einen wundervollen Film empfehlen. Ich werde mir diese Filme in den nächsten Tagen zur Einstimmung anschauen und vielleicht hat ja der ein oder andere von euch auch Lust einen dieser Filme zu sehen!

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Dänemark –  Italienisch für Anfänger

Dieser Film gehört zu den bedeutensten Filmen im Dogma 95 Stil  (Grundidee ist es die Filme wieder realer und authentischer zu gestalten und der kontinuierlichen Wirklichkeitsentfremdung entgegen zu wirken -> Weg vom Kunstfilm). Die Charaktere des Films sind so grundverschieden, dass eine Beschreibung jedes einzelnen hier unmöglich ist. Viel wichtiger ist aber, wie alle Geschichten miteinander verwoben sind: der einsame Pastor Andreas, die tollpatschige Kuchernverkäuferin Olympia, die überforderte Frisöse Karen, der schüchterne Concierge Jorgen und der aggressive Kellner Hal-Finn, sie alle treffen sich im Kurs Italienisch für Anfänger und finden trotz ihrer Unterschiedlichkeit zusammen und machen einen wundervollen Trip nach Italien, wo sich alle Probleme scheinbar wie selbst lösen!

Russland – Der Kurier des Zaren

Der Klassiker von Jules Verne in der Verfilmung mit Hardy Krüger Junior wirft einen Blick auf ein dunkles Kapitel in der russischen Zarengeschichte. Hauptmann Michael Strogoff wird beauftragt den Neffen des Zaren vor den Tartaren in Sicherheit zu bringen. Der Tartarenfürst Feofar Khan beabsichtigt den künftigen Thronfolger zu ermorden, um die Macht an sich zu reißen. Auf seiner Reise durch das umkämpfte Russland trifft Strogoff die Gräfin Nadja, in die er sich verliebt, die aber von Ogareff, einem ehemaligen Offizier, gefangen genommen wird und Strogoff verraten soll. Neben der spannenden und atemberaubenden Reise durch Russland sorgt der französische Kriegsberichterstatter Jules Vermont immer wieder für zahlreiche Lacher!

Schweden – Wie im Himmel

Der schwedische oskarnominierte Film in Starbesetzung mit Michael Nyqvist erzählt die Geschichte des erfolgreichen Dirigenten Daniel Daréus, der aufgrund eines Herzinfaktes zur Ruhe kommen soll und sich in sein Geburtsdorf Ljusåker zurückzieht. Daniel kauft die alte Dorfschule und bald beginnt er den Chor der kleinen Kirche zu leiten. In dem kleinen Dorf geht es aber nicht nur harmonisch zu, so wird auch die Geschichte von Gabriella erzählt (der ein wundervoller Song gewidmet wird), die von ihrem Mann misshandelt wird und sich mit Hilfe des Chores buchstäblich frei singt. Außerdem steht auch der Pfarrer Stig im Fokus, der mit seiner bigotten Doppelmoral seine Frau Inger gänzlich von sich wegstößt. Am Ende des Filmes steht ein Gesangswettbewerb in Innsbruck, auf den der Chor lange hingearbeitet hat.