Scones – It´s Tea Time

Endlich folgt das von einigen schon sehnsüchtig erwartete Scones Rezept. Schon meine Mutter hat immer im Herbst/Winter Scones gebacken und die Tea Time mit uns zelebriert. Während einer wunderbaren Woche bei meinem Vater hatten wir endlich die Gelegenheit mal wieder zusammen zu backen (als Wiener liegen meinem Vater Mehlspeisen ja quasi im Blut) und so haben wir unter anderem diese herrlich saftigen und unglaublich einfachen Scones gezaubert.

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Scones waren früher, bevor Backpulver oder Weinstein genutzt wurden um schöne aufgehende Gebäckteile zu backen, eher flach wie Pfannkuchen und wurden in der Pfanne ausgebacken.

Man findet im Internet und auch in den verschiedenen Kochbüchern eine Vielzahl an Rezepten. Dieses habe ich in der Zeitschrift „Für jeden Tag 05/2009“ gefunden und muss sagen, ich bin begeistert. Die Scones werden innen saftig und außen haben sie eine schöne goldene Kruste.

Zutaten

500 g Mehl
1 Pk. Backpulver
40 g Zucker
Salz
2 Eier , (Kl. M)
120 g Butter, sehr weich
250 g Vollmilchjoghurt
1 Eigelb

Zubereitung

Den Backofen auf 170 ° Umluft vorheizen. Das Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und die 2 Eier vermischen. Die weiche Butter in Flöckchen hinzugeben und den Joghurt ebenfalls hinzufügen. Alles gut verkneten, bis sich ein gleichmäßiger Teig bildet.

Die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Teig in zwei Teile teilen. Die erste Teighälfte auf der Arbeitsfläche etwas 2 cm dick ausrollen. Im Originalrezept stehen 2 cm und 12 Scones. Wir haben unsere Scones etwas dünner und kleiner gemacht und haben so 24 Scones rausbekommen.

Die Scones mit einem umgedrehten und bemehlten Glas ausstechen. Der Durchmesser sollte zwischen 5-7 cm variieren. Die ausgestochenen Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren. Die Teigreste lassen sich wunderbar wieder verkneten, so dass man kaum Teig übrig hat am Ende.

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Das Eigelb mit einem EL Wasser verquirlen und die Scones dünn auf der Oberfläche einstreichen. Die Scones bei 170° Umluft auf der mittleren Schiene ca. 15 min backen.

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Nach dem Backen die Scones kurz auskühlen lassen und dann lauwarm servieren. Traditionell gibt es zum britischen Five O´Clock Tea bzw. Cream Tea Clotted Cream (dicker Rahm) und Strawberry Preserve zu den Scones. Da ich aber am gleichen Tag Lemon Curd selber gemacht habe, gab es bei uns natürlich auch diesen herrlich säuerlichen Aufstrich dazu. Wer mag kann die Scones auch mit Nüssen, Rosinen oder getrockneten Früchten backen.

Wir haben die Scones richtiggehend mit einer Tea Time zelebriert. Dazu wurde das feine Teegeschirr eingedeckt, die Scones wurden auf einer Etagere angerichtet und die Clotted Cream und Marmelade in kleine Töpfchen umgefüllt. Als Tee haben wir wieder den Ladurée Marie-Antoinette Tee mit etwas Sahne und Kandis genossen. 

A true british delight!

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Kennt ihr Scones oder habt ihr sogar schon einmal eine britische Tea Time genossen? Wenn ja, wo?

Porridge – Oat so simple

What better way to start a rainy day than with a delicious and warming Porridge?

So langsam verlässt uns der sonnige Frühherbst oder Spätsommer und der Regen kommt zurück. Bei diesem Wetter braucht man etwas, das Magen und Seele wärmt . Das typische Frühstück der Briten ist nach wie vor das berühmt-berüchtigte Porridge. Zarte Haferflocken gekocht in Milch und veredelt mit Früchten, Nüssen oder Sirup.

Meiner Meinung nach hat dieses wunderbare Frühstuck völlig zu Unrecht einen schlechten Ruf. Ursprünglich galt Porridge als Arme-Leute-Essen, da es preiswert und nahrhaft war und lange sättigte. Bei der harten Arbeit auf den Feldern oder in den Fabriken konnte man sich mit Porridge stärken. Seinen Ursprung hat das Porridge in Schottland, wo man auch heute noch in vielen Läden den typischen Porridge-Stirrer (Spurtle) bekommt, einen einfachen Holzstab, mit dem man das Anbrennen des Porridge verhindert.

Porridge zuzubereiten ist denkbar einfach und das Ergebnis wirklich lecker. Für eine Person benötigt man:

Zutaten

50 g zarte Haferflocken

300 ml Milch

1/4 TL Zimt

etwas Zucker oder Süßstoff

3 Pflaumen, entkernt und gewürfelt

etwas Pflaumenmus

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Ich esse mein Porridge am liebsten mit Pflaumen oder Äpfeln. Der Phantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt und man kann Nüsse, Sirup, Marmelade oder auch getrocknetes Obst hinzugeben. In England gibt es Porridge bereits fertig für die Mikrowelle. Meine Lieblingssorte ist eindeutig „Golden Syrup“ von Quaker Oats, aber auch die Porridges von dorset sind wirklich lecker und sooo schön verpackt.

Zubereitung

Die Milch mit Zimt und Zucker in einem kleinen Topf kurz zum Kochen bringen. Die Herdplatte auf mittlere Stufe runterdrehen und die Haferflocken und die Pflaumenwürfel hinzugeben. Gut umrühren, bis alle Haferflocken in der Milch untergehen. Die Haferflocken in der Milch quellen lassen, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Dabei vorsichtig sein, da die Haferflocken schnell anbrennen. Den Herd ausstellen und die Haferflocken noch eine Minute im Topf lassen, damit sie nochmal nachziehen.

Das Porridge in eine Schale geben und nach Wunsch mit Pflaumenmus, Sirup oder gehackten Nüssen garnieren.

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Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch auch noch gerne eines meiner absoluten Lieblingsgeschäfte vorstellen: Cath Kidston. Wer Blumen und Vintage-Design mag, der ist in den Läden von Cath Kidston genau an der richtigen Stelle: klassische englische Rosenmuster in verspielten Pastelltönen und Polka Dots zieren die Taschen, Tassen, Teller und Kosmetik der mittlerweile international bekannten Marke.

Ich hatte vor kurzem das Glück, dass es bei TK Maxx ein kleines Köfferchen mit Teller, Schale, Tasse und Eierbecher für 14,99 gab und da habe ich sofort zugeschlagen, da nur wenige Läden in Deutschland diese schönen Sachen führen. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei TK Maxx reinzuschauen, denn momentan gibt es dort auch wieder zauberhafte Cath Kidston Tassen für 4,99.

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Wie ihr seht habe ich zu meinem Porridge „typically British“ einen schwarzen Tee mit Milch getrunken. Ein absoluter (wenn auch nicht englischer) Geheimtipp sind die Tees von Ladurée. Dieser Laden, der den Meisten für seine unglaublich leckeren Macarons bekannt ist, bietet auch verschiedene Tees zu einem vernünftigen Preis (bei Harrods oder im Laduree Shop in der Burlington Arcade ab 8 Pfund).

Meine Auswahl fiel heute auf den Tee Marie-Antoinette: schwarzer Tee mit Rosenblättern aromatisiert, dazu das leichte Aroma von Zitrusfrüchten und Honig. Wirklich ein Genuss.

Enjoy your breakfast.

Kennt ihr Porridge und wenn ja, wie esst ihr euer Porridge?