Saftiger Nuss-Apfelkuchen mit himmlischem Krokant

Ihr Lieben,

während ich gerade mit einem Kaffee auf dem Sofa sitze und diesen Post verfasse, strömt mir aus der Küche der wunderbarste Duft nach Äpfeln, Zimt und Walnusskrokant entgegen, denn heute war definitv der Tag für einen Trostkuchen. Manchmal ist man einfach mit sich selber, der Umwelt oder dem momentanen Lebensabschnitt nicht zufrieden und da braucht Frau einfach ein Erfolgserlebnis. Bei mir besteht dieses darin, den köstlichsten aller Apfelkuchen (für mich persönlich natürlich) zu backen, denn dieser gelingt immer und lässt mich vergessen, worüber ich mich noch eben geärgert habe.

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 Natürlich kann man den Kuchen auch backen, wenn man zum Kaffee oder Geburtstag eingeladen ist, denn er ist auch ein wunderbarer „Oh-wie-toll“ Kuchen und nicht nur ein „Noch-ein-Stück-damit-ich-den-Kummer-vergesse“ Kuchen 🙂

Für Nussallergiker (wie meine Schwester) ist der Kuchen leider nicht geeignet, da würde ich dann eher den Bramley Apple Pie empfehlen, wenn ihr auf der sicheren Seite sein wollt und das Kaffeekränzchen nicht auf der Intensivstation enden soll.

Ich mache das Walnusskrokant übrigens selber, was wirklich einfach ist: eine Packung Walnusskerne (ca.200g) kleinhacken, 200g Zucker in einer beschichteten Pfanne schmelzen, bis dieser anfängt zu karamelisieren. Wenn der Zucker braun ist, die Nüsse hinzugeben, kurz umrühren und dann zum Abkühlen auf ein Backpapier geben. Wenn das Krokant hart ist, hacke ich es einfach klein und fülle es in ein luftdichtes Glas ab.

Zutaten

180 Gramm Zucker
180 Gramm Butter
180 Gramm Mehl
3 Eier
1/2 Päckchen Backpulver
1 EL Zimt
3 große Äpfel
80 Gramm gemahlene Haselnüsse
eine gute Hand Walnusskrokant

Butter/Margarine für die Backform
Semmelbrösel für die Backform

Zubereitung

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Je feiner ihr die Äpfel würfelt, desto mehr verbinden sie sich mit dem Teig. Ich schneide sie gröber, da ich es gerne mag, wenn man den Apfel richtig rausschmeckt. Die Apfelwürfel in eine Schüssel geben und mit Zitronen- oder Limettensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und anschließend die Eier hinzugeben. Nach und nach das Mehl und das Backpulver unterrühren und mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten. Zuletzt die gemahlenen Haselnüsse und den Zimt unterheben und gut verrühren.

Wenn der Teig schön gleichmäßig ist, können die Äpfel untergehoben werden. Nicht wundern, denn das Verhältnis von den Äpfeln zum Teig ist fast 1:1.

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Eine Backform gut einfetten und mit ein wenig Semmelbröseln ausstreuen. Nun den Apfel-Nuss-Teig hineingeben und glattstreichen. Anschließend den ganzen Kuchen mit dem Walnusskrokant bestreuen und bei 180° 45-50 Minuten backen, bis er eine goldbraune Kruste hat.

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Ich serviere den Kuchen immer ofenwarm mit einer leckeren Vanille-Sahne.

Guten Appetit!

Was ist euer Trostpflaster, wenn es mal nicht so gut läuft?

Danke Mama

Ihr werdet euch jetzt sicher wundern was dieser Titel bedeuten soll, denn weder ist Muttertag, noch der Geburtstag meiner Mutter oder sonst ein Feiertag.

Letzte Woche hat Procter & Gamble einige Blogger angeschrieben, da sie anlässlich der Olympischen Spiele in Sotschi 2014 die Aktion „Danke Mama“ ins Leben gerufen haben, um den Müttern der Athleten für ihren Einsatz zu danken. Da aber nicht alle Mütter athletische Kinder haben (meine sicher nicht 🙂 ), wurden einige Blogger eingeladen ihrer Mutter zu danken, da Mütter jeden Tag etwas Erstaunliches leisten.

Das Auge der Mutter ergründet das Kind bis in die Tiefen des Herzens. (Pastalozzi: Christoph und Else, 1782)

Lange habe ich hin und her überlegt wie ich meiner Mutter danken kann und was genau ich euch dazu erzählen möchte. Als ich so meine Schubladen und Kisten aufräumte fielen mir sofort zahlreiche Zettel in die Augen. Jedes Mal wenn meine Mutter das Haus verließ und ich noch schlief, oder ich nach einem Konzert später heimkam und sie schon schlief, hat mir meine Mutter kleine Post-Its und Zettel mit einer lieben und rührenden Botschaft hinterlassen. In jedem Abschnitt meines Lebens habe ich diese Zettel erhalten und gesammelt, da sie für mich der durchgehende Ausdruck der unglaublichen und unerschütterlichen Liebe meiner Mutter darstellen. Selbst wenn meine Mutter am Samstag nur eben zum Bäcker ging fand ich einen kleinen Zettel direkt vor meiner Zimmertür. An einen kleinen magnetischen Notizhalter mit einem Herz geklemmt, begleiten mich diese kleinen Liebesbotschaften auch heute noch. Wenn ich meine Mutter heute auf Sylt besuche, so kann ich sicher sein, dass wenn ich aufwache, ein kleiner liebevoller Zettel mit  der Aufschrift – Guten Morgen meine Süße, ich bin schnell zum Bäcker und gegen 11 Uhr wieder zurück. Bussi Mama – auf mich wartet und mir den Morgen versüßt.

Da Bilder oft mehr als 1000 Worte sagen möchte ich euch anhand der Bilder einen kurzen Einblick in eine wunderbare Mutter – Tochter – Beziehung geben, geprägt von Liebe, Verständnis, Sorge und ganz viel Stolz.

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Ich hoffe und glaube, dass für einen jeden seine Mutter mit der wichtigste Mensch ist. Denn am Ende des Tages sind es doch immer die Mütter, die einem die Tränen getrocknet, das aufgeschürfte Knie verarztet und den Gute-Nacht-Kuss gegeben haben. Es sind auch die Mütter, die bedingungslos für ihre Kinder kämpfen, sie beschützen und behüten, fördern und fordern und ihnen die Liebe schenken, nach der sich ein jedes Kind – aber auch eine erwachsene Tochter –  so sehr sehnt.

Neben den kleinen Zettel gibt es auch noch hunderte von Postkarten, die ich in den letzten 20 Jahren von meiner Mutter erhalten habe. Bei jedem Klavierkonzert, jedem Chorauftritt, jeder Abiturprüfung, den ersten Klausuren an der Uni, dem Stress während des Graecums und Latinums, der Verbeamtung oder den Vorbereitungen zu meiner Hochzeit, stets flatterten mindestens 10 mal im Jahr wunderschöne Postkarten mit Glückwünschen, Aufheiterungen, Worten des Trostes oder motivierenden Botschaften, aber auch Worten der Sorge und des mütterlichen Stolzes in meinen Briefkasten. Auch diese Karten habe ich alle aufgehoben, gemeinsam mit den zahlreichen Briefen, in denen meine Mutter mir ihr Herz ausgeschüttet, aber auch ihre Sorgen offenbart hat.

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Für alles wofür ich DANKE sagen möchte fehlen mir schlichtweg die Worte, denn ich wüsste gar nicht wo ich anfangen sollte. Bei der Geburt und der Liebe die ich schon als kleines Kind erfahren durfte? Bei den zahlreichen Verarztungen meiner Schürf- und Kletterwunden, beim Einpinseln der wunden Stellen mit „Indianertinte“, oder beim gemeinsamen Kochen und Backen? Beim Basteln meiner Martinslaterne und beim Üben für die Weihnachtskonzerte? Vielleicht könnte man auch beim Spielen mit dem Kaufmannsladen oder beim gemeinsamen Einkaufen in der Düsseldorfer Innenstadt ansetzen? Beim allabendlichen Vorlesen und Erfinden der tollsten Geschichten oder beim Kuscheln auf dem Sofa? Aber all diese einzelnen „Geschehnisse“ werden dem nicht gerecht, was dahinter steckt, nämlich die unübertroffenen Liebe meiner Mutter, die immer betont, dass sie für mich und meine Schwester wirklich alles geben würde. Egal wie oft man von seiner Mutter genervt ist, sich ungerecht behandelt fühlt oder sie nicht versteht und auch das Gefühl hat, dass sie einen nicht versteht, das alles zählt doch wirklich nichts dagegen, was unsere Mütter jeden Tag leisten, um uns das bestmögliche aller Leben zu bescheren und daher sage ich:

DANKE MAMA!

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Die liebende Mutter bringt ihrem Kind das Laufen bei. Sie ist gerade so weit von ihm entfernt, daß sie es nicht mehr halten kann. Sie streckt ihre Arme aus; ihr Gesicht wirkt ermutigend. Das Kind strebt ständig nach einer Zuflucht in Mamas Armen, ohne auch nur zu ahnen, daß es im gleichen Augenblick den Beweis erbringt, daß es auch ohne sie auskommt. (Kierkegaard)