Wunderschönes Rhodos – Mein Urlaubstipp

Ihr Lieben,

gerade sind die Ferien zu Ende, aber die nächsten Ferien stehen schon vor der Tür und heute möchte ich euch meinen persönlichen Urlaubshotspot Rhodos vorstellen.

IMG_7535Aufgrund der aktuellen politischen Lage fällt es nicht nur uns zunehmend schwerer, ein Reiseziel für warme sonnige Ferien zu buchen. Die einen sagen, man soll sich nicht einschüchtern lassen und ich bewundere diese Haltung ehrlich und aufrichtig, bin aber selber dann doch eher der safe-traveller. Aus diesem Grund waren wir nun bereits zum zweiten Mal auf der schönen Insel Rhodos, einer in der Ägäis liegenden griechischen Insel, mit Blick auf das türkische Marmaris.

Von Hamburg oder Hannover kann man direkt nach Rhodos fliegen. Der Flug dauert ca. 3 Stunden und schon kommt man vom (oft regnerischen) Norden in den vom Sonnengott Helios geküssten Süd-Osten Europas.

Das Hotel

Wie ein altes Ehepaar haben wir nun schon zum zweiten mal das gleiche Hotel in Kalithea, einer kleinen Thermalstadt direkt an der Küste ca. 10 Minuten von Rhodos Stadt entfernt, gebucht. Dieses Hotel hat uns unser Reisebüro empfohlen und bereits beim ersten Besuch waren wir hingerissen von der schönen – zwar nicht ganz neuen, aber umso gepflegteren –  Anlage, dem freundlichen Service und vor allem dem guten Essen. IMG_7557Uns ist die Erholung im Urlaub wichtiger, weniger das Bespaßungsprogramm, daher kommt uns die wiederholte Buchung auch zu Gute, denn man weiß was einen erwartet, kommt an, kennt sich aus und die Erholung beginnt vom ersten Moment an. Meine Empfehlung für alle Erholungssuchenden, Spezialitätenliebhaber, Ruhefanatiker und Genießer ist also das Kalithea Horizon Royal.

 

 

Das Hotel erreicht man super vom Flughafen aus und braucht ca. 20 Minuten mit dem Bus (bei unserer IMG_6925Pauschalbuchung ist der Transfer inklusive). Die Anlage ist sehr weitläufig und erstreckt sich auf einem Felsen, mit ca. 1000 Zimmern, die aber alle in Form kleinerer Teilhäuser angelegt sind, so dass einem die Anlage nicht so riesig IMG_6923vorkommt. Vom obersten Pool hat man einen wunderschönen Blick auf die Ägäis und bei angenehmer Wassertemperatur kann man dort toll ein paar Bahnen schwimmen. Neben zahlreichen kleineren Restaurants liegt das Hauptaugenmerk auf dem Athena Restaurant, direkt an den drei terrassenförmig angelegten Pools, in welchem man morgens bei frischgepresstem Orangensaft schon herrlich in der Sonne sitzen und abends bei lauem Wind aufs Meer schauen kann.

Besonders gut gefällt uns auch die private Badebucht, die man über einen leicht abschüsIMG_7561sigen steinigen Weg am Felsen entlang erreicht und wo es neben zahlreichen Liegen auch eine Strandbar gibt, in der man bis 18 Uhr leckere frisch zubereitete Gerichte aber auch Kaffee und Salat bekommt. Mit dem Wasser der Ägäis hat es Poseidon gut gemeint, denn es ist wunderbar blau und erfrischend und mithilfe der gratis bereitgeIMG_6928stellten Taucherbrillen kann man an den im Wasser liegenden Felsen auch ein paar Fische erkennen. Von der Badebucht aus hat man übrigens auch einen schönen Blick auf die alten Thermen Kalitheas, die schon in einigen Filmen als Drehort genutzt wurden und heute Teil des Unesco Weltkulturerbes sind. Definitiv einen Besuch wert.

 

 

Rhodos Stadt

Den Kollos von Rhodos, jenen sagenumwobenen Riesen am Hafen der Stadt, findet man heute leider nicht mehr, aber die Mythen besagen, dass dieser im Meer in Einzelteilen begraben liegt und man Teile geborgen hat, die heute überall in der Stadt verteilt in eisernen Kugeln zu besichtigen sind. Rhodos Stadt ist größer als mancher vielleicht von einer Insel erwarten mag und bietet für jeden etwas. Mit dem Bus erreicht man die Stadt für 2,40 Euro in nur 15 -20 Minuten, aber man benötigt ein wenig Geduld, denn die Busse sind wahrlich nicht an der deutschen Pünktlichkeit orientiert, was aber im Urlaub auch in Ordnung ist, denn man hat (sollte) ja Zeit (haben).

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Mit dem Bus kommt man in der Neustadt an, in der vor allem die Regenschirmstraße zu besuchen ist: eine ganze Strasse, in der sich ein Regenschirmgeschäft an das nächste reiht und es von skurrilen über klassische Regen- und Sonnenschirme alles gibt, dass selbst Rihanna sich schwer für einen „Umbrella“ entscheiden könnte.

IMG_6931Entlang der alten Stadtmauer gelangt man in die Altstadt, mit der es die Götter wirklich gut gemeint haben, denn diese Stadt ist einfach sehenswert. Im Mittelalter war die historische Altstadt Rhodos Sitz des Johanniterordens und so kann man auch heute noch Wappen und einzelne Insignien der verschiedenen dazugehörigen Länder (französische Mauer, Akandia Tor der Italiener, englische Mauer) über den Toren oder auch an der Stadtmauer sehen.

Bauliche Highlights sind der Großmeisterpalast, den man auch besichtigen IMG_6934kann, sowie die Ritterstraße, über die gesagt wird, dass die Ritter diese nur zu zweit und auf dem Pferd bereiten durften, damit sie sich nicht von den schönen rhodizischen Damen ablenken und verführen lassen sollten.Ein Spaziergang bei Sonnenuntergang oder am frühen Abend am Hafenbecken entlang entführt einen – obgleich in Griechenland und nicht Spanien seiend – in Don Quijotes Reich, da dort zwei schöne alte Windmühlen am äußeren Hafenbecken stehen, die einen klassischen Kontrast zu den modernen und prunkvollen Yachten bieten.

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Die Altstadt unterteilt sich neben den verschiedenen Ländern des Johanniterordens (sogenannte „Zungen“) auch noch in ein jüdisches Viertel und ein türkisches Viertel mit der prachtvollen Süleyman-Pascha-Moschee im Zentrum. Überall in den kleinen Gassen, die teilweise steil bergauf führen, gibt es Souvenirgeschäfte, Kitsch und Nippes, aber auch Landestypisches wie Öl, gehäkelte Decken und Kissen. Wer das urtümlichIMG_6933e Rhodos erleben möchte, sollte ein wenig aus dem Zentrum der Altstadt an die Außengrenzen gehen, dort gibt es viele kleine Gassen, ebenfalls mit Cafés, in denen sich eher die Rhodizier aufhalten und ihren eisgekühlten Ouzo trinken. Rhodos hat noch so viel mehr zu bieten und wenn wir im Herbst wieder fliegen werden, besuchen wir diesmal das Schmetterlingstal und die Akropolis im Süden, so dass ich euch in ein paar Monaten noch mehr schöne Seiten dieser wundervollen Insel zeigen kann.

 

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

 

Was ist euer Urlaubshotspot 2016?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonne, Strand und Seeligkeit – Low-Budget-Ferien auf Sylt

Moin moin ihr Lieben,

mehr als eine Woche war es nun ruhig auf meinem Blog, denn nach einer spannenden Zeit in Berlin ging es für mich, meinen Mann und meine Schwester mit Partner nach Sylt, zu unserer Mutter.

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Seit ich denken kann ist Sylt unser Sommer- und Winterziel, zumal unsere ganze Familie dort lebt. In den letzten Jahren beobachten wir aber alle mit Sorge, wie sich die Insel durch den Tourismus verändert und nicht so sehr zum Positiven. Als wir dann wieder daheim waren, kam passenderweise die WDR Reportage: Sylt  – Ausverkauf einer Insel, die genau jene schwierigen Themen aufgriff: der mangelnde Wohnraum für Sylter, die zunehmende Verarmung der Insulaner, der Leerstand vieler Häuser aufgrund der Zweitwohnbesitzer, das harte Los der Sylter Kaufleute und auch die Dekadenz, welche die Urlauber teilweise an den Tag legen, als wäre dies aufgrund ihrer enormen Ausgaben „ihre Insel“. Schon lange ärgern wir uns über diese Umstände und so war dieser Sylturlaub ein Aufenthalt, bei dem wir ausschließlich die urtümlichen Dinge genossen haben, den Strand, das Meer, die Sonne und nur ein Minimum an Luxus: kein Shopping in Westerland, kein Besuch in Kampen, kein überteuertes Essen in Luxusrestaurants, sondern Radfahren, Spazieren, Kultur und Familie. Nach diesen kritischen und nachdenklichen Worten will ich euch einen kleinen Einblick in „mein Sylt“ geben und die Insel von ihrer schönen und erschwinglichen Seite zeigen.

Was kostet die Welt (auf Sylt)? –  Gar nicht so viel!

Wer auf Sylt ist, der sollte es nicht verpassen, sich ein Rad zu leihen (ab 5 Euro pro Tag), oder sein eigenes Rad mitzubringen, um die Insel und ihre Schönheit zu erkunden. Meine allerliebste Strecke führt mich von Westerland über Wenningstedt und Kampen durch die Dünen nach List. Die nördlichste aller deutschen Städte hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wahren Magneten für Touristen entwickelt und erinnert so gar nicht mehr an das List, das ich als Kind kannte, mit einer kleinen Fischbude und einem winzigen Souvenirladen. Dennoch ist List immer wieder einen Besuch wert, auch wenn mich die Läden allesamt nicht anziehen, so spaziere ich gerne unten am Watt an der Promenade, oder setze mich mit einem Kaffee an den Hafen und schaue mir die Schiffe an.

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Auf dem Rückweg hatte ich dann einen richtigen Jieper auf Eis, aber leider gibt es auf Sylt meines Erachtens keine tolle Eisdiele, die nicht überteuertes Eis verkauft – so dachte ich – bis ich auf der rechten Straßenseite in List das Schild der Sylter Eismanufaktur sah. Kurz den Mann überredet, dass Eis jetzt dringend notwendig sei, ging es in dieses wirklich zauberhafte Eiskaffee. In pastelligen Tönen, mit weißen Möbeln und liebevollen Accessoires, empfängt einen die Eismanufaktur mit (für Sylt) humanen Preisen (1,30 pro Kugel), super großen Kugeln und traumhaften Eiskreationen. Es gibt „nur“ ca. 11 Sorten, aber diese sind wirklich exklusiv und könnten leckerer nicht sein. Da die Kugeln wirklich groß sind, habe ich mich für 2 Sorten entschieden: Gesalzenes Caramel und Buttermilch Maracuja, ein Traum. Wer lieber drinnen oder auf der Terrasse einen Kaffee oder Kakao trinken möchte, der kommt für schlappe 2,50 Euro auch auf seine Kosten. Ein wahrer Geheimtipp für alle Schleckermäulchen.

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Von List ging es wieder über Kampen zurück nach Wenningstedt, wo der Fischgigant Gosch jetzt ein weiteres Restaurant direkt auf der Promenade gebaut hat. Man kann über Gosch sicher sagen was man möchte und ich bin auch kein Freund seiner Monopolwirtschaft, aber der Fisch, die Brötchen und die Gerichte sind qualitativ gut und für den Preis wirklich ansprechend und so haben wir uns bei einem traumhaften Blick aufs Meer ein Lachsforellen-Brötchen mit Honig-Senf Soße gegönnt (zwischen 3 und 3,50 Euro je nach Lage der Fischbude).

2014-07-20 15.36.33Mit einem Zwischenstopp in der Friesenkappelle in Wenningstedt, die immer wieder einen Besuch wert ist, als Ort der Ruhe und der Besinnung, ging es weiter am Dorfteich entlang in Richtung Westerland. Auch hier kann man für wenig Geld eine schöne Zeit verbringen. Wenn der Volvo Surfcup ist, gibt es gleich an mehreren Abenden Programm, so zum Beispiel der hervorragende Poetry Slam, für den die jungen Poeten extra aus dem Ruhrgebiet, der Pfalz und Mitteldeutschland angereist sind. Vollkommen gratis erlebt man hier humorvolle, moderne, aber auch nachdenkliche, kritische und mitreißende Gedichtkunst und dank der Boxen die überall auf der Promenade angebracht sind, wir man am Strand beim Sonnenuntergangspicknick noch kostenlos unterhalten und kann mitschmunzeln.

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So geht ein wunderbarer und kostengünstiger Tag auf Sylt dem Ende entgegen: fernab von Prunk und Protz kann man hier seine Ruhe finden, sich aktiv betätigen, sich besinnen und die Zeit mit Freunden und Familie genießen.

Romero Britto – Ein Highlight in Westerland

Schon im letztem Jahr hatte ich euch über den Besuch des Pop-Art Künstlers Romero Britto berichtet, der ganz wunderbare Kunstwerke malt und trotz seines Erfolges und als derzeit gehandelter Nachfolger Warhols, vollkommen unprätentiös und nett ist. Auch dieses Jahr kam Britto wieder auf die Insel um in der Galerie Mensing seine Bilder vorzustellen und die Ausstelung zu eröffnen. Bei Live-Jazz und eigekühlten Drinks hatte ich die große Freude, kurz mit Romero zu sprechen und dann kam mein persönliches Highlight, denn als wir ein Bild mit ihm gemacht hatten sagte er: „Wait a moment, I wanna draw you“ und so erhielten mein Mann und ich kostenfrei ein Portait von uns beiden, dass wir neben das letztes Jahr gekaufte Romero Bild hängen werden. Was ein Tag!

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Alles Liebe,

eure Nostalgiqueen

Was ist eure Lieblingsinsel? Wie steht ihr zum Ausverkauf der Insel Sylt?

By the sea, by the sea, by the beautiful sea (SYLT)

Dieser wunderbare Song aus meinem absoluten Lieblingsfilm Some like it hot trifft es auf den Punkt: “ By the sea, by the sea, by the beautiful sea, you and me, you and me, oh how happy we’ll be!“

Die ersten drei Tage auf der wunderschönen Nordseeinsel Sylt sind vorbei und es gibt bereits so viel zu berichten, dass ich mich entschlossen habe einen kurzen Zwischebstopp in der Badezeit auf der Westerländer Promenade einzulegen und euch mit Blick aufs Meer auf dem Laufenden zu halten:-)

Das Wetter ist herrlich und bei 25 Grad und einer seichten Brise kann man wunderbar im 19 Grad warmen Wasser baden oder mit einem guten Buch im Strandkorb liegen.

Am Samstag waren wir in Kampen in der Chelsea Galerie bei einer Heckert-Ausstellung, eine wunderschöne Galerie mit einem zauberhaften Rosengarten. Champagner und Krabbenhäppchen kamen von Oliver von Isolabella in Keitum, sehr zu empfehlen.

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Gestern waren wir dann zunächst in der Galerie Mensing in Westerland wo ein absolutes Highlight auf uns wartete: Romero Britto , zu Recht der angesagteste Pop-Art Künstler unserer Zeit. Bei Cakepops und Raspberry Sekt konnte man die farbenfrohen und lebhaften Bilder und
Skulpturen des Künstlers bewundern und natürlich erwerben 🙂

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Gegen Nachmittag haben wir uns dann auf nach Keitum gemacht ins Teekontor wo ein weiterer kultureller Leckerbissen auf uns wartete: Das Tingvall Trio aus Hamburg, ein begnadetes Jazz Trio, welches sich zwischen Classic und Modern Jazz mit einer Leichtigkeit und Spielfreude bewegt, die seinesgleichen sucht.

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Bei grünem Teegebäck (ich habe gestern übrigens gelernt, dass Grüner Tee das meiste Teein besitzt, also werde ich wohl bald Kaffee durch Sencha ersetzen) und Rosato vergingen die zwei Stunden Jazz im Fluge und auch nach dem Konzert konnte man noch herrlich im Strandkorb auf der Terrasse sitzen und bei einem Tee den Blick aufs freie Feld genießen!

Alles in allem hatten wir bereits zwei wundervolle und ereignisreiche Tage und ich freue mich schon sehr auf morgen, denn da geht es zum Bloggertreffen nach Hamburg !

Ich wünsche euch allen eine sonnige Woche!

Eure nostalgiaqueen ❤