Lemon Curd – a true delight

Draußen wird es herbstlich und drinnen umso gemütlicher. Daher habe ich meinen Tag genutzt um endlich mal wieder ein wenig zu backen und zu kochen.

Auf meiner „To-do-Liste“ stand schon lange Lemon Curd, jener goldig gelbe, herrlich saure Aufstrich, den die Engländer und ich so lieben.

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Ich dachte immer – vor allem aufgrund der hohen Preise wenn man hier ein Glas von Chivers oder Tiptree kaufen wollte – dass Lemon Curd eine wahre Kunst in der Zubereitung ist und habe mich nie wirklich daran getraut. Aber, wie der Engländer so schön sagt : „It turns out that it is actually fairly easy!“

Schnell hatte ich auf der Homepage von Essen & Trinken ein leckeres Rezept von Hallochen gefunden und dachte mir, so schwierig klingt das ja gar nicht. Ich habe das Rezept unverändert übernommen und 3 kleine Gläser rausbekommen.

Zutaten

3 Zitronen (unbehandelt), wenn die Zitronen sehr klein sind würde ich eher 3,5 – 4 nehmen

180 g Zucker

120 g Butter

2 Eier

Zubereitung

Die Zitronen auspressen und die Zitronenschale mit einer feinen Reibe abreiben. Wer gerne Zesten mag kann natürlich auch einen Zestenreißer nehmen, aber das original Lemon Curd ist sehr fein und ohne große Zesten. Den Zitronensaft, den Abrieb, Butter und Zucker im Wasserbad erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.

Die Eier in eine Schüssel geben und kurz mit dem Schneebesen aufschlagen, bis sie schön schaumig sind. Die Eier zu der Zitronenmasse geben und über dem Wasserbad bei mittlerer Temperatur ca 4 – 5 min weiter aufschlagen, bis eine glänzend gelbe und cremige Masse entsteht.

Den Topf aus dem Wasserbad nehmen und das Lemon Curd in 3 kleine (vorher mit heißem Wasser ausgekochte) Gläser füllen und mit einem Deckel verschließen.

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Ich habe leider noch keine Erfahrungswerte was die Haltbarkeit angeht, aber ich denke mir, dass man die Gläser ungeöffnet ca. 3 – 4 Wochen im Kühlschrank aufbewahren kann. Geöffnet würde ich eine gute Woche veranschlagen. Lemon Curd eignet sich auch für Kuchen als Füllung, wie zum Beispiel bei einem Lemon Meringue Pie.

Man kann Lemon Curd wunderbar auf Scones essen, gemeinsam mit Clotted Cream ein wahrer Genuss. Das Rezept für Scones folgt in Kürze!

That´s it!

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Kennt ihr Lemon Curd? Wie findet ihr saure Fruchtaufstriche wie Lemon Curd, Orangen – oder Limettenmarmelade?

 

 

 

 

Zesty Lemon Bars

Die Sonne scheint und es könnte nicht herrlicher sein hier auf meiner Terrasse. Bei diesem spätsommerlichen Wetter darf auch etwas fruchtig süßes nicht fehlen und so habe ich mich entschieden, heute Zesty Lemon Bars zu machen.

Die Briten lieben zitroniges Gebäck, sei es Lemon Curd auf Scones, Lemon Bars, Key Lime Pies oder orange & lime marmalades. Und da ich ja diese Woche meinen „British October“ gestartet habe, passt dieses Rezept ganz wunderbar zum Wetter, aber auch zum Motto.

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Die Lemon Bars bestehen aus einem wirklich einfachem Mürbeteig und einer fruchtig sauren Füllung. Hier nun das Rezept, welches ich bei der lieben Anna gefunden habe:

Mürbeteig:

150g Mehl
55g Puderzucker
1/4 TL Salz
113 g kalte Butter

Zitronenfüllung:

220g Zucker
40g Mehl
4 Eier
2 TL frisch geriebene Zitronenschale (Bio-Zitronen)
160ml frisch gepresster Zitronensaft (Bio-Zitronen)

Zunächst heizt ihr den Ofen auf 180 ° vor. Dann vermischt ihr das Mehl, den Puderzucker und das Salz. Die Butter in kleinen Würfeln zu der Mehlmischung hinzugeben und mit den Fingern durchkneten. Der Teig sollte am Ende aus kleinen weichen Bröseln bestehen und muss keinen festen Teigklumpen bilden.

Ich nehme für die Lemon Bars eine Tarteform die ich einfette und mit Mehl ausstäube. Jetzt die Mürbeteigbrösel in die Form geben und andrücken, so dass ein fester ebener Teigboden entsteht. Den Boden mit einer Gabel ein paarmal einstechen, damit der Teig nicht hochgeht.

Den Teig bei 180° 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Zitronen auspressen und etwas Zitronenschale abhobeln. Ich verwende ausschließlich Bio-Zitronen, da man das meiner Meinung nach geschmacklich merkt. Mehl und Zucker mischen und die Eier hinzugeben. Zum Schluss die Zitronenschale und den Zitronensaft unterrühren und alles gut vermengen. Wundert euch nicht wenn die Füllung sehr flüssig aussieht, sie wird trotzdem schön fest.

Nach den 20 Minuten den Mürbeiteig aus dem Ofen holen (oder am besten das Blech nur etwas rausziehen) und die Zitronenmasse auf den Boden gießen. Den Kuchen für weitere 20 Minuten im Ofen backen. Wenn die Zitronenmasse schön gestockt ist könnt ihr den Kuchen rausholen und ihn nach dem Abkühlen in Stücke oder Bars (engl. Riegel) schneiden.

Die fertigen Bars oder die Tarte mit etwas Puderzucker bestäuben.

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When life hands you lemons, make lemon bars.

Mögt ihr auch so gerne zitroniges Gebäck, oder kommt für euch nur „zuckersüß“ in Frage?

It´s Ice Tea Time

Endlich ist er da, der Sommer. Die Bienen summen gerade auf meinem Balkon um die Blüten herum und ich brauche bei der Hitze (beschweren will ich mich aber sicher nicht :-)) eine kleine Abkühlung.

Da die Minze auf meinem Balkon gerade wie wild sprießt und ich vom Gugelhupfbacken auch noch Zitronen übrig habe kommt ja nur ein Getränk in Frage: ein klassischer englischer Ice Tea mit Minze. Schwarzen Tee habe ich ohnehin zu Hause, also steht dem Ice Tea nichts im Weg.

Minze

Ich nehme für den Ice Tea entweder Darjeeling, English Breakfast Tea oder auch gerne Earl Grey. Wer nicht so gerne wie ich den doch sehr eigenen Bergamotte Geschmack des Earl Grey mag, dem würde ich einen eher neutralen Breakfast Tea empfehlen.

Das Rezept habe ich übrigens von Twinings, eines der ältesten Teehäuse in England. Und wer mal von euch in London sein sollte, der muss unbedingt bei Twinings im Store 216 Strand London vorbeischauen, ein zauberhafter alter Teeladen.

 

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Zutaten:

1 l kochendes Wasser

Saft einer Zitrone

Zitronenschale/ Zesten (ungespritzte Zitrone)

12 Minzblätter (ich nehme die ganzen Stängel, davon 2 Stück)

3 Teebeutel schwarzer Tee (Earl Grey, Breakfast Tea, Darjeeling oder Assam)

Eiswürfel

Zucker nach Geschmack (ich nehme 2 EL)

 

Zubereitung:

Die Teebeutel und die Minzblätter in eine Glaskaraffe geben. Ich nehme meine Bodum-Caffetierre dazu. Das Wasser aufkochen und über die Minze und den Tee gießen und 5 min ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zitrone auf einem Küchenbrett rollen und dabei drücken, damit der Saft sich löst. Etwas Zitronenschale abreiben (Zesten oder mit dem Sparschäler).

Wenn der Tee zu Ende gezogen hat, die Teebeutel und die Minze rausnehmen. Den Zitronensaft und  den Zucker hinzugeben und gut umrühren.

Eiswürfel in ein dickwandiges Glas geben (wichtig ist, dass das Glas die Kombination aus Hitze und Kälte aushält), etwas Zitronenschale , eine Zitronenscheibe und ein Minzblatt dazugeben und das Teegemisch drüber gießen.

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Enjoy your iced tea.